Netflix: Videostreamingdienst streicht rund tausend Jobs - DER SPIEGEL
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Videostreamingdienst Netflix streicht rund tausend Jobs

Beim Streamingkonzern Netflix sollen weltweit sechs Prozent der Stellen wegfallen. Die Chefs begründen das mit Disziplin und Prioritätensetzung.
Netflix-Logo: Größter Stellenabbau seit 2022
Netflix-Logo: Größter Stellenabbau seit 2022

Netflix-Logo: Größter Stellenabbau seit 2022

Foto: Francis Mascarenhas / REUTERS

Der Streaminganbieter Netflix reagiert auf Wachstumsprobleme und baut Stellen ab. Das kündigten die Co-Chefs Greg Peters und Ted Sarandos in einer Nachricht an die Belegschaft an, aus der unter anderem das »Wall Street Journal«  und die Nachrichtenagentur AP zitieren. Demnach werden weltweit sechs Prozent der Arbeitsplätze gestrichen.

Nach Angaben von Ende 2025 arbeiten bei Netflix rund 16.000 Personen. Der Abbau dürfte also rund tausend Jobs betreffen. Konkret geht es um die Bereiche Personal und Recht sowie Technologie. Laut »Wall Street Journal« ist es der größte Stellenabbau seit 2022.

»Entscheidungen wie diese sind nie einfach, und wir treffen sie nicht leichtfertig«, heißt es den Berichten zufolge in der Mitteilung. Sarandos hatte vor einigen Wochen bei einer Konferenz gesagt, Netflix wachse langsamer als ihm lieb wäre. Das Unternehmen ist mit mehr als 325 Millionen Kundenhaushalten (Stand Ende 2025) die klare Nummer eins im Streaminggeschäft. Allerdings veröffentlicht es seine Nutzerzahlen nur noch unregelmäßig.

Im vergangenen Jahr hatte Netflix versucht , das Studiogeschäft von Warner Brothers zu übernehmen, wurde aber vom Unterhaltungskonzern Paramount überboten. Paramount will nun versuchen, Netflix zusammen mit Warners Streamingdienst HBO Max Konkurrenz zu machen.

Peters und Sarandos schrieben in ihrer Mail, ihr Unternehmen werde weiterhin in wachstumsstarke Bereiche investieren. Man müsse allerdings diszipliniert sein und Prioritäten setzen.

Netflix legt kommende Woche aktuelle Quartalszahlen vor. Die Prognose für das dritte Quartal war hinter den Erwartungen von Analysten zurückgeblieben.

Welche Veränderungen bringt der Zusammenschluss der beiden großen Studios Paramount und Warner für Hollywood? Und was bedeutet er für die Unabhängigkeit der Medien in den USA? Lesen Sie hier mehr .

esw/AP/dpa