Neuer Deutschland-Chef: Günter Butschek übernimmt Airbus-Führung - DER SPIEGEL
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Neuer Deutschland-Chef Günter Butschek übernimmt Airbus-Führung

Bei Airbus laufen die Geschäfte wieder rund. Erst erhält der Flugzeughersteller einen Riesenauftrag aus Indien, dann wagt der Mutterkonzern EADS einen optimistischen Ausblick für 2011. Zudem teilt das Unternehmen eine Personalie mit: Neuer Deutschland-Chef wird Daimler-Manager Günter Butschek.
Werbefoto von EADS: Die Börse freut sich über den Riesenauftrag aus Indien
Werbefoto von EADS: Die Börse freut sich über den Riesenauftrag aus Indien

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Foto: DPA/ EADS
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Hamburg - Neue Führung bei Airbus in Deutschland: Der Daimler-Manager Günter Butschek wird zum 1. März Produktionsvorstand und gleichzeitig Vorsitzender der Geschäftsführung von Airbus in Deutschland. Er trete damit die Nachfolge von Gerald Weber an, der das Unternehmen wie angekündigt verlässt, teilte Airbus am Mittwoch mit.

Zuvor hatte das Unternehmen einen Rekordauftrag bekanntgegeben. Demnach sicherte sich Airbus eine knapp 16 Milliarden Dollar schwere Order durch die indische Fluggesellschaft IndiGo. Nach Airbus-Darstellung handelt es sich um den größten Kauf von Flugzeugen mit mehr als hundert Sitzen in der Geschichte der zivilen Luftfahrt. Die Inder bestellten insgesamt 180 Maschinen vom Typ A320: 30 klassische A320er und 150 Modelle des modernisierten A320neo mit verbrauchsärmeren Triebwerken.

An der Börse reagierten Anleger erfreut. Die Aktie des Airbus-Mutterkonzerns EADS kletterte auf den höchsten Stand seit drei Jahren und notierte zwei Prozent im Plus. "Das sind überraschend gute Nachrichten", kommentierten die Analysten der DZ Bank die Bestellung. Der Rekordauftrag bestätigt auch den Kurs von EADS-Chef Louis Gallois. Er hatte die Expansion in Schwellenländer vorangetrieben.

"Wir sind aus dem Gröbsten raus"

In den vergangenen Jahren hatte es für Airbus weniger gut ausgesehen. So kämpfte der Konzern bei wichtigen Prestige-Projekten mit erheblichen Problemen, insbesondere beim Super-Airbus A380 und beim Militärtransporter A400M. Budgetkürzungen der europäischen Regierungen belasteten zudem die Rüstungssparte von EADS.

Wachstumsperspektiven sieht der Luft- und Raumfahrtkonzern nun vor allem außerhalb Europas. "2010 war definitiv ein Jahr des Fortschritts", sagte EADS-Chef Gallois bei seinem Jahresausblick in Les Mureaux. Die Krise im Flugzeugbau sei zwar noch nicht überwunden, doch sei das Geschäft stärker angelaufen als erwartet. Airbus habe 2010 "mehr als 500 Flugzeuge" ausgeliefert und auch "mehr als 500 Bestellungen" verbucht. Exakte Zahlen sollen am 17. Januar veröffentlicht werden. Zum Vergleich: Boeing lieferte 462 Flugzeuge aus und verbuchte Aufträge über 530 Maschinen.

wal/Reuters/dpa-AFX

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