Opel: Bundesländer kämpfen um Standorte - DER SPIEGEL
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Sorge um deutsche Standorte Bundesländer kämpfen für Opel

Die drohende Zerschlagung von Opel beunruhigt die Landesregierungen von Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen. In einem gemeinsamen Brief appellieren sie nun an den Chef des Mutterkonzerns Stellantis.
Opel-Corsa-Produktion in Eisenach
Opel-Corsa-Produktion in Eisenach

Opel-Corsa-Produktion in Eisenach

Foto: Martin Schutt/ picture-alliance/ dpa
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Aus Sorge um die Zukunft der Standorte von Opel in ihren Ländern haben die Regierungschefs von Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen den Chef des Mutterkonzerns Stellantis zum Gespräch aufgefordert. Carlos Tavares solle die Politiker über die geplante Ausgliederung der Opel-Werke Rüsselsheim und Eisenach und den dreimonatigen Produktionsstopp in Eisenach informieren, hieß es in einem offenen Brief von Volker Bouffier (CDU), Malu Dreyer (SPD) und Bodo Ramelow (Linke). »Beide Sachverhalte führten in der deutschen Öffentlichkeit zu Zweifeln und Besorgnis«, hieß es in dem Schreiben.

Stellantis hatte vergangene Woche mitgeteilt, es werde geprüft, die beiden Autofabriken zu eigenständigen Rechtsorganisationen zu machen. Das und die mit Halbleiter-Mangel begründete Produktionspause in Eisenach schürte Sorgen, Opel solle vier Jahre nach der Übernahme durch den damaligen PSA-Konzern aus Frankreich zerschlagen werden. »Die globale Automobilindustrie befindet sich aufgrund der anhaltenden Pandemie und einem weltweiten Mangel an Halbleitern in einer Ausnahmesituation«, hieß es seinerzeit bei Stellantis.

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»Opel steht nicht nur für innovative Autos, sondern auch für zahlreiche Arbeitsplätze und den Wohlstand der betroffenen Regionen«, schreiben die Regierungschefs nun. »Daraus erwächst eine gesellschaftliche Verantwortung, zu der sich Stellantis in der Vergangenheit auch bekannt hat.« Die Beschäftigten bräuchten eine Perspektive. Von Stellantis werde eine offene Kommunikation über Entscheidungen erwartet.

Trotz früherer Zusagen von Tavares zum Informationsaustausch mit den Landesregierungen hätten sie erst knapp vor Bekanntgabe der Entscheidungen davon erfahren. »Die Marke Opel ist ein deutsches Unternehmen und muss auch ein deutsches Unternehmen im Stellantiskonzern bleiben – mit allem, was zu einem Automobilkonzern dazugehört«, forderte Ramelow.

ssu/Reuters

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