"Panama Papers": Staatsanwaltschaft legt Ermittlungen auf Eis - DER SPIEGEL
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"Panama Papers" Panamas Staatsanwaltschaft setzt Ermittlungen aus

Vor knapp einem Jahr enthüllten die "Panama Papers" globale Netzwerke für Steuerhinterziehung und Geldwäsche. Die Behörden Panamas haben die Ermittlungen nun aber ausgesetzt - wegen eines juristischen Streits.
Panama City
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Foto: Joe Raedle/ Getty Images
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Panama hat die Ermittlungen zu dem durch die "Panama Papers" aufgedeckten Finanzskandal ausgesetzt. Das Verfahren sei wegen einer Verfassungsbeschwerde auf Eis gelegt worden, sagte Generalstaatsanwältin Kenia Porcell. Das Oberste Gericht müsse nun entscheiden, ob die Ermittlungen fortgesetzt werden können. Die im Mittelpunkt der Affäre stehende Kanzlei Mossack Fonseca hatte argumentiert, die Enthüllungen beruhten auf gestohlenen Informationen und seien somit illegal.

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Foto: Francisco Seco/ AP

Der Finanzskandal war im vergangenen April öffentlich geworden. Zahlreiche Medien weltweit hatten einen umfangreichen Datensatz über Briefkastenfirmen ausgewertet, die von der in Panama-Stadt ansässigen Kanzlei Mossack Fonseca abgewickelt wurden. Federführend bei der Auswertung war die Redaktion der "Süddeutschen Zeitung".

Durch die Enthüllungen gerieten weltweit Politiker, Geschäftsleute und Prominente unter Druck. In Island brachten die Informationen den Ministerpräsidenten zu Fall, auch der damalige britische Regierungschef David Cameron kam wegen einer Beteiligung an der Briefkastenfirma seines Vaters unter Druck. Auch zahlreiche deutsche Banken tauchen in den "Panama Papers" auf. Die Veröffentlichung rief die Steuerbehörden in zahlreichen Ländern auf den Plan.

beb/AFP