Pinterest führt Einkaufskorb ein - DER SPIEGEL
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Foto-Netzwerk Pinterest führt Einkaufskorb ein

Das Foto-Netzwerk Pinterest drängt verstärkt in den Onlinehandel. Eine Einkaufskorb-Funktion soll das Shoppen auf der Plattform vereinfachen.
Pinterest-Website
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Foto: Julian Stratenschulte/ picture alliance / dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Pinterest baut seine Erlösmöglichkeiten aus: Der Fotodienst will sich als Plattform für Onlineshopping etablieren und baut dafür eine eigene Einkaufskorb-Funktion auf seiner Seite ein. Darüber können verschiedene Anbieter ihre Waren verkaufen.

Die zunächst nur in den USA verfügbare Funktion ergänzt die "Kaufen"-Buttons, die Händler in Fotos mit Artikeln einbinden können. Über Partnerschaften mit 20.000 Händlern seien rund zehn Millionen Produkte über Pinterest verfügbar, gab das Unternehmen in einem Blogeintrag  bekannt. In Deutschland wurden die Einkaufsfunktionen bisher nicht eingeführt.

Neben Pinterest setzen auch andere soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook mit der dazugehörigen Fotoplattform Instagram und Googles Videodienst YouTube auf Kaufoptionen, um ihre Erlöse zu steigern.

"Visuelle Suchmaschine"

Bei Pinterest können Nutzer Fotos aus dem Netz in Online-Kollektionen speichern und in Bilder-Sammlungen stöbern. Der Dienst versteht sich als eine "visuelle Suchmaschine" und will eine Rolle als Ideengeber spielen, wenn jemand nach Inspiration für neue Hauseinrichtung, Mode oder Reisen sucht. Dazu passt auch der Einkaufs-Fokus: Die Nutzer kämen oft zu Pinterest, wenn sie auf der Suche nach etwas seien, schrieb Mitgründer und Chef Ben Silbermann.

Zudem werde eine Funktion, bei der ähnliche Foto-Inhalte - egal, ob Möbel, Gebäude oder Mode - innerhalb der Plattform gefunden werden können, weiterentwickelt. Pinterest experimentiert mit der Möglichkeit, auch Objekte auf der Plattform zu finden, die der Nutzer fotografiert. Eine ähnliche Funktion bietet zum Beispiel auch der Modehändler Zalando über seine App für Bekleidung an.

brt/dpa