Deutsche Post: Postfächer kosten künftig Gebühren - DER SPIEGEL
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Deutsche Post Postfächer kosten künftig Gebühren

Die Post zieht Konsequenzen aus höheren Kosten und rückläufiger Nachfrage: Wer seine Briefe in einem Postfach lagert, muss dafür künftig Gebühren bezahlen. Von März an ist es soweit.
Postfachanlage in Frankfurt am Main
Postfachanlage in Frankfurt am Main

Postfachanlage in Frankfurt am Main

Foto: Daniel Reinhardt/ dpa
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Aus für das kostenfreie Postfach: Die Deutsche Post lässt sich den Service künftig von den Nutzern bezahlen. Ab 1. März kassiert der Bonner Konzern eine Gebühr von 19,90 Euro pro Jahr. Ein Konzernsprecher bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Es ist das Ende einer langen Tradition.

Die Post begründete den Schritt unter anderem mit gestiegenen Kosten für Immobilien, Instandhaltung und Unterhaltung der Postfächer und höheren Stromkosten. Neukunden müssen bereits seit Juli vergangenen Jahres dafür bezahlen, dass sie ihre Briefe selbst in einer Postfiliale abholen.

Derzeit unterhält die Post insgesamt 818.000 Postfächer bundesweit. Die überwiegende Mehrheit der Nutzer seien Gewerbetreibende, sagte der Sprecher. Durch die Einführung einer Postfachmiete ergibt sich rechnerisch für Post ein Zusatzerlös von rund 16 Millionen Euro im Jahr.

Ähnlich wie beim traditionellen Briefversand ist nach weiteren Angaben des Unternehmens auch die Nutzung von Postfächern in den vergangenen Jahren rückläufig. Eine Zahl nannte der Sprecher nicht. Jeder fünfte Brief soll derzeit in einem Postfach landen.

Unterdessen nimmt das Briefvolumen der Post jährlich im Schnitt um zwei bis drei Prozent ab. Grund hierfür ist die Ausbreitung der digitalen Konkurrenz wie SMS, E-Mail und zahlreiche Messenger-Dienste um Facebook  , WhatsApp & Co.

mik/dpa