Puma-Chef Koch muss gehen - DER SPIEGEL
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Krise des Sportartikelherstellers Puma-Chef Koch muss gehen

Nur eineinhalb Jahre nach seinem Amtsantritt gibt Franz Koch den Chefposten bei Puma ab. Der Sportartikelhersteller trete "in eine neue Phase seiner Unternehmensentwicklung", hieß es. Der 33-jährige Koch hatte zuletzt einen Gewinneinbruch verkündet.
Scheidender Puma-Chef Koch: "Eine neue Phase der Unternehmensentwicklung"
Scheidender Puma-Chef Koch: "Eine neue Phase der Unternehmensentwicklung"

Scheidender Puma-Chef Koch: "Eine neue Phase der Unternehmensentwicklung"

Foto: David Ebener/ dpa
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Herzogenaurach - Sein Abgang kommt genauso überraschend wie seine Berufung: Puma-Chef Franz Koch gibt im März 2013 seinen Posten ab. Darauf haben sich der Manager und der Verwaltungsrat in beiderseitigem Einvernehmen geeinigt, teilte das Unternehmen mit. Der Manager wurde erst vor eineinhalb Jahren an die Puma-Spitze berufen. Wer sein Nachfolger wird, ist noch offen.

Der 33-jährige Koch hatte die Führung erst im Juli 2011 von Jochen Zeitz übernommen. Dieser war damals an die Spitze des Puma-Verwaltungsrats gerückt. Zum 1. Dezember hat Zeitz aber das Kontrollgremium verlassen. Damit sei ein Kapitel in der Firmengeschichte zu Ende gegangen, teilte Puma mit. "Das Unternehmen tritt jetzt in eine neue Phase seiner Unternehmensentwicklung ein und verändert angesichts dieser Herausforderungen auch seine Top-Management-Struktur."

Händler werteten den Abgang von Koch zwar als überraschend, doch die Aktie reagierte kaum auf die Nachricht und lag am Vormittag zeitweise leicht im Plus.

Puma kämpft bereits seit längerem mit schlechten Zahlen, im dritten Quartal brach der Gewinn um mehr als 85 Prozent auf 12,2 Millionen Euro ein. Grund waren neben der schwachen Nachfrage in Europa vor allem hohe Kosten für Sparmaßnahmen und den Konzernumbau.

Im September hatte Zeitz im Gespräch mit dem manager magazin deutliche Kritik am Geschäftsverlauf bei Puma   geäußert. "Wir alle können mit Pumas Entwicklung nicht zufrieden sein", sagte Zeitz damals. Das gelte für ihn selbst genauso wie für Koch. Dieser hatte im Herbst noch ein langfristiges Umbauprogramm angekündigt, das Puma in den nächsten Jahren schrittweise umsetzen werde. Vor allem in der Verwaltung müssen demnach Stellen eingespart werden. Koch hatte auch angekündigt, Puma werde sich aus einzelnen Produktlinien verabschieden, "die nicht die erwartete Profitabilität aufweisen".

Zeitz hatte Puma von der Pleite-Firma zu einem hochprofitablen Unternehmen getrimmt. Die Firma ist nach Nike und Adidas der drittgrößte Sportartikelhersteller. Doch seit etwa fünf Jahren läuft es bei Puma nicht mehr rund. Seit sich Zeitz nun auch als Verwaltungsratschef zurückgezogen hat, bekleidet der PPR-Spitzenmanager Jean-Francois Palus diesen Posten. Mit diesem werde Koch noch bis Ende März 2013 zusammenarbeiten, um den Konzernumbau samt profitablem Wachstum sicherzustellen, hieß es von Puma.

mmq/dpa/Reuters

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