Quartalsbilanz: IBM-Zahlen enttäuschen Analysten - DER SPIEGEL
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Quartalsbilanz IBM-Zahlen enttäuschen Analysten

Geht dem weltgrößten IT-Dienstleister die Puste aus? IBM blieb im zweiten Quartal hinter den Erwartungen zurück. Der Umsatz wuchs nur wenig, einzig der Gewinn überzeugte. An der US-Börse fiel der Kurs der Aktie nach Handelsschluss deutlich.
Technologie-Konzern IBM: Erwartungen nicht erfüllt
Technologie-Konzern IBM: Erwartungen nicht erfüllt

Technologie-Konzern IBM: Erwartungen nicht erfüllt

Foto: Mark Lennihan/ AP
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Armonk/Dallas - Der erfolgsverwöhnte IT-Konzern IBM   hat die hohen Erwartungen der Aktionäre und Börsenexperten im zweiten Quartal nicht erfüllen können. Nach dicken Zuwächsen in der Vergangenheit hat sich das Unternehmen nur noch leicht verbessern können. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Prozent auf 23,7 Milliarden Dollar (17,5 Milliarden Euro). Auch die Neuabschlüsse im wichtigen Service enttäuschten, was die Aktie am Montag nach US-Börsenschluss um drei Prozent sinken ließ.

Beim Gewinn indes sieht die IBM-Welt noch in Ordnung aus. Im 30. Quartal in Folge hat das Unternehmen mehr verdient: Unter dem Strich verbesserte sich das Ergebnis um neun Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar. Gewinnbringer war wieder einmal die Software, die fast die Hälfte zum Konzernergebnis beisteuerte.

IBM

Konzernchef Samuel Palmisano zeigte sich am Sitz in Armonk (Staat New York) zuversichtlich, dass der gute Lauf beim Gewinn anhält und erhöhte die Jahresprognose abermals leicht. Pro Aktie erwartet er nun 11,25 Dollar - 5 Cent mehr als bislang. Im Krisenjahr 2009 hatte der Konzern immerhin 10,01 Dollar je Aktie erreicht. Die guten Gewinne erkaufte sich durch die Streichung Tausender Stellen.

Der einst für seine Heimcomputer berühmte Konzern setzt auf die profitable Software und auf IT-Dienstleistungen für Unternehmenskunden. IBM spielt mit seinen Großrechnern aber auch bei der Hardware weiterhin eine wichtige Rolle.

IBM gilt wegen seiner breiten Angebotspalette als wichtiger Gradmesser für die gesamte IT-Branche.

Überzeugendes Ergebnis bei Texas Instruments

Auch die Aktie des Chipherstellers Texas Instruments   rutschte nach Börsenschluss ab und verlor fünf Prozent. Dabei hatte das Unternehmen zuvor glänzende Zahlen präsentiert. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 42 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar (2,7 Milliarden Euro). Der Gewinn verdreifachte sich sogar auf unter dem Strich 796 Millionen Dollar.

Im Vorjahreszeitraum hatte die Krise das Geschäft einbrechen lassen, doch die Halbleiter-Branche erholte sich im Eiltempo. "Die Bestellungen im Quartal waren stark, das Auftragsbuch ist voller geworden", sagte Konzernchef Rich Templeton am Montag in Dallas. Im dritten Quartal erwartet er deshalb weiteres Wachstum.

jok/dpa/Reuters