Schweizer Luxusuhren-Salon: Die spektakulärsten Modelle
Schweizer Messe Zeit der Extremuhren
Auf der Suche nach Lösungen gegen das Umsatztief mutieren einige Uhrmacher zu wahren Alchemisten. Diesen Eindruck entsteht jedenfalls auf der Genfer Luxusuhrenmesse SIHH (Salon International de la Haute Horlogerie).
Auf der Messe macht derzeit zum Beispiel der Hersteller Richard Mille von sich reden, der die leichteste Uhr der Welt vorstellt. Entwickelt wurde das 40 Gramm schwere Modell zusammen mit der Universität Manchester und dem Rennsportteam McLaren. Der Preis: umgerechnet etwa 914.000 Euro.
Die Firma Panerai zieht indes mit dem Metallglas BMG-Tech, Carbon und einem Zifferblatt Aufmerksamkeit auf sich, das wie ein schwarzes Loch wirkt - es schluckt jedes Licht. Reflektionen haben keine Chance.
Vermehrt anzutreffen ist auch Hightech-Keramik. Und zwar nicht nur für die Lünetten oder beim Gehäuse, sondern auch beim Armband. Die Farbpalette ist kratzresistent, aber auch empfindlich bei harten Stößen.
Schweizer Luxusuhren-Salon: Die spektakulärsten Modelle
Die Branche hofft, mit solchen Modellen wieder steigende Umsätze zu generieren. Nach gut zwei Jahren sinkender Exportzahlen erwarten sie 2017 zumindest eine Stabilisierung ihrer Umsätze. In den wichtigen Märkten China und USA gebe es Zeichen für eine Trendwende, sagten Branchenmanager am Dienstagabend auf der SIHH. "Wir hoffen auf ein Jahr der Stabilisierung", sagte etwa Nicolas Bos, Manager bei der Richemont-Marke Van Cleef & Arpels.
Die Verkäufe im wichtigsten Markt Hongkong waren stark zurückgegangen wegen der Antikorruptionsbemühungen in China, wo teure Uhren als Bestechungsgeschenke aus der Mode gekommen sind, und aufgrund der monatelangen Unruhen in der Sonderzone. Zudem vergraulten Terroranschläge in Europa die kauffreudigen Touristen aus dem Nahen und Fernen Osten. Auch in den USA, einem weiteren wichtigen Markt, waren die Verkäufe ins Stocken geraten.