Fusion Siemens und Alstom wollen Bahnsparten zusammenlegen
Ein deutscher ICE (l) und ein französischer Hochgeschwindigkeitszug TGV
Foto: Maya Vidon/ dpaDer Elektrokonzern Siemens hat sich auf die Zusammenlegung seines Zuggeschäftes mit dem französischen Konkurrenten Alstom geeinigt. Geplant sei eine "Fusion unter Gleichen", teilte Siemens nach einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung in München mit. Das kombinierte Unternehmen werde seinen Sitz im Großraum Paris haben. Siemens wird an dem Gemeinschaftsunternehmen eine Mehrheit von knapp über 50 Prozent halten. Alstom-Chef Henri Poupart-Lafarge soll neuer Vorstandschef werden.
"Dieser deutsch-französische Zusammenschluss unter Gleichen sendet in vielerlei Hinsicht ein starkes Signal", sagte Siemens-Chef Joe Kaeser der Mitteilung zufolge. "Wir setzen die europäische Idee in die Tat um und schaffen gemeinsam mit unseren Freunden bei Alstom auf lange Sicht einen neuen europäischen Champion der Eisenbahnindustrie."
Mit dem Schritt reagieren die Unternehmen auf den Wettbewerbsdruck, der nach dem Zusammenschluss der beiden größten chinesischen Zughersteller zum Giganten CRRC massiv gewachsen war. Kaeser hatte deshalb in der Vergangenheit immer wieder auf die Notwendigkeit für eine Zusammenarbeit in der europäischen Branche hingewiesen.