Solarenergie Solarbranche erwartet neuen Boom
Solarmodule
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Nach schwierigen Jahren erwartet die Solarbranche einen Boom des Sonnenstroms in der Bundesrepublik. Auslöser seien die lahmenden Fortschritte bei der Erreichung der deutschen CO2-Einsparziele und die stark gesunkenen Produktionskosten für Solarstrom, teilte der Bundesverband Solarwirtschaft an diesem Mittwoch vor Beginn der Münchner Fachmessen Smarter E Europe mit. Deutschland werde aller Voraussicht nach das selbst gesetzte Klimaschutzziel verfehlen, das eine Reduktion der Treibhausgasemissionen von 1990 bis 2020 um 40 Prozent vorsieht.
Um die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen, müsste es nach Berechnungen des Solarverbands einen jährlichen Zubau von etwa zehn Gigawatt Photovoltaik im Jahr geben. "Wir werden die jährlich installierte Leistung etwa vervierfachen müssen", sagte Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig.
Die Solarbranche geht deshalb davon aus, dass die Bundesregierung das Ausbauziel für Sonnenenergie heraufsetzen wird. Bislang lag es bei 2,5 Gigawatt im Jahr.
Außerdem wollen Union und SPD den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch bis 2030 auf 65 Prozent ausbauen. Derzeit liegt er noch bei unter 40 Prozent. Bis 2020 könnte Sonnenenergie nach Verbandsschätzung etwa zehn Prozent des deutschen Stromverbrauchs decken.
Ein Thema, das die Ökostrombranche beschäftigt, ist jedoch der Flächenverbrauch. Nach einem ersten Boom zu Beginn dieses Jahrzehnts hatte der Bund die Zuschüsse gekürzt, was dann einen Einbruch zur Folge hatte, vor allem bei den Anlagen auf freiem Feld. Die Solarwirtschaft argumentiert, dass in Zukunft wieder mehr Freiflächenanlagen gebaut werden müssen.
Inzwischen ist die Herstellung von Solarstrom so billig geworden, dass es auch hierzulande bald erste Projekte geben könnte, die ohne öffentliche Subventionen auskommen - was eine Zeitenwende für die Ökostrombranche bedeuten würde. "Was sich da abzeichnet, ist sensationell", sagte Körnig.