Solarworld-Gläubiger stimmen Rettungsplan zu - DER SPIEGEL
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Schuldenschnitt Solarworld-Gläubiger stimmen Rettungsplan zu

Das angeschlagene Solarunternehmen kann wieder hoffen: Solarworld-Investoren haben den Rettungsplan akzeptiert, laut dem sie auf 55 Prozent ihres Geldes verzichten müssen. Noch steht aber eine weitere Gläubigerrunde aus.
Wegweiser zur Gläubigerversammlung von Solarworld: Quorum übertroffen
Wegweiser zur Gläubigerversammlung von Solarworld: Quorum übertroffen

Wegweiser zur Gläubigerversammlung von Solarworld: Quorum übertroffen

Foto: Federico Gambarini/ dpa
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Bonn/Freiberg - Anleihegläubiger von Solarworld haben dem Rettungskonzept für den Solarmodulhersteller mit großer Mehrheit zugestimmt. 99,96 Prozent der Anwesenden hätten am Montag mit Ja gestimmt, sagte ein Firmensprecher. Das Anwesenheitsquorum von 25 Prozent wurde mit gut 35 Prozent deutlich übertroffen. Am Dienstag folgt aber noch eine weitere Gläubigerrunde.

Solarworld   plant einen scharfen Schulden- und Kapitalschnitt. Die Investoren müssen auf 55 Prozent ihres Geldes verzichten. Sie erhalten dafür neue Aktien des Unternehmens mit allerdings ungewissen Aussichten. Am Montag ging es um eine 150-Millionen-Euro-Anleihe, für Dienstag sind Gläubiger einer zweiten Anleihe des Unternehmens über 400 Millionen Euro eingeladen.

Der Boom der erneuerbaren Energien mit hohen staatlichen Förderungen hatte Solarworld ein sprunghaftes Wachstum ermöglicht, Ende 1999 ging das Unternehmen an die Börse. Wegen der wachsenden Konkurrenz aus China gab es aber ab 2011 hohe Verluste und Umsatzeinbrüche. Die Verschuldung stieg auf mehr als 900 Millionen Euro. Solarwolrd beschäftigt heute noch rund 2600 Mitarbeiter.

cte/dpa

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