Sony: Gewinnwarnung wegen Problemen bei Smartphones - DER SPIEGEL
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Probleme in der Handysparte Sony erwartet Milliardenverlust

Schock für Fans und Aktionäre des Elektronikriesen Sony: Der Konzern rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einem Milliardenverlust. Grund ist vor allem das schlechte Geschäft mit Smartphones.
Sony-Smartphone: Konzentration auf Premium-Modelle
Sony-Smartphone: Konzentration auf Premium-Modelle

Sony-Smartphone: Konzentration auf Premium-Modelle

Foto: Christoph Schmidt/ dpa
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Tokio - Der japanische Elektronikriese Sony hat eine drastische Gewinnwarnung ausgegeben. Der Nettoverlust im laufenden Geschäftsjahr werde sich von 50 Milliarden Yen auf 230 Milliarden Yen (1,7 Milliarden Euro) erhöhen, teilte Sony am Mittwoch mit. Grund sei eine Abschreibung in der Mobilfunksparte in Höhe von umgerechnet 1,3 Milliarden Euro. Im Konkurrenzkampf mit Apple   und Samsung   rechnet Sony   nun mit deutlich weniger verkauften Smartphones.

Der "Mittelfristplan" sei geändert worden, um den "bedeutenden Veränderungen und dem wettbewerbsintensiven Umfeld im Mobilfunk Rechnung zu tragen", teilte Sony mit.

Das Unternehmen setzt bei Smartphones auf das Google-Betriebssystem Android, das den Markt mit über 80 Prozent dominiert. Allerdings gibt es viele Hersteller von Android-Geräten - und den Großteil des Gewinns sahnt Samsung ab. Sony will sich jetzt stärker auf teurere Premium-Smartphones fokussieren. Das Angebot im mittleren Preissegment solle ausgedünnt werden.

Sony hatte bereits im vergangenen Geschäftsjahr einen Nettoverlust von umgerechnet rund 917 Millionen Euro verzeichnet und einen voraussichtlichen Verlust von 360 Millionen Euro für das laufende Geschäftsjahr angekündigt, das im März zu Ende geht.

Das Unternehmen befindet sich seit Jahren in schwieriger Lage. Die Ratingagentur Moody's stuft die Kreditwürdigkeit des Unternehmens aktuell auf Ramsch-Niveau ein.

Konzernpräsident Kazuo Hirai hat einen umfassenden Konzernumbau eingeleitet, der unter anderem die Streichung von 5000 Arbeitsplätzen vorsieht. Die PC-Sparte mit der Marke Vaio wird an einen japanischen Fonds verkauft. Die problematische Fernsehsparte, die kaum Gewinn einbringt und unter starker Konkurrenz leidet, will der Firmenpräsident aber erhalten. Gut läuft der Verkauf der Spielekonsole Playstation 4.

stk/AFP/dpa

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