Vertraulicher Antrag eingereicht Spotify will an die Börse
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Foto: Daniel Bockwoldt/ dpaDer weltgrößte Musikstreaming-Dienst Spotify setzt laut Medienberichten zu seinem seit Langem erwarteten Börsengang an. Die Firma mit Sitz in Schweden habe vor dem Jahreswechsel einen vertraulichen Antrag für eine Aktienplatzierung in den USA eingereicht, berichteten unter anderem die Website "Axios", die "Financial Times" und das "Wall Street Journal". Spotify kommentierte die Berichte am Mittwoch nicht, wollte sie aber auch nicht dementieren.
Spotify wolle zum Ende des ersten Halbjahres an der Börse starten, schrieben die "Financial Times" und das "Wall Street Journal ". Der Musikdienst wolle dabei den ungewöhnlichen Weg einer Direktplatzierung gehen. Die Aktien würden dabei ohne das übliche Preisbildungsverfahren direkt an der New Yorker Börse registriert. Damit kämen die Anteilsscheine einfach in den Handel - ohne dass Spotify dabei frisches Geld hereinholt oder Banken für die Platzierung neuer Aktien engagiert.
US-Verlag verklagt Spotify
Das Unternehmen ist die Nummer eins im Geschäft mit Musik-Streaming, bei dem die Songs direkt aus dem Netz abgespielt werden. Der Dienst kommt nach eigenen Angaben auf mehr als 60 Millionen zahlende Abo-Kunden und mehr als 140 Millionen Nutzer insgesamt.
In der Musikbranche ist der Dienst umstritten. Künstler und Musikverlage beklagen, sie bekämen zu wenig von dem Erfolg der Firma ab. Ein großer US-Verlag hat Spotify jetzt mit einer Klage im Milliardenumfang überzogen. Wixen Music Publishing wirft Spotify vor, seine Urheberrechte an Songs von Santana, Neil Young oder The Doors zu verletzen, indem er sie abspielt, ohne entsprechende Lizenzgebühren an den Verlag abzuführen.
Spotify wurde in der jüngsten Finanzierungsrunde im Sommer 2015 laut Medienberichten insgesamt mit 8,5 Milliarden Dollar bewertet. Nach Informationen des "Wall Street Journal" vom vergangenen Frühjahr wurde für die Aktienplatzierung ein Börsenwert bei zehn Milliarden Dollar angepeilt, nach Einschätzung von Analysten könnte er bei 20 Milliarden Dollar liegen. Über einen Börsengang der Firma wurde bereits seit längerer Zeit spekuliert.