Streik: Lufthansa und UFO einigen sich - DER SPIEGEL
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Streiks vorerst abgewendet Lufthansa und Gewerkschaft UFO einigen sich auf Schlichtung

Im Tarifkonflikt über die Flugbegleiter bei der Lufthansa wird es vorerst keine weiteren Streiks geben. Die Kabinengewerkschaft UFO und die Fluggesellschaft haben sich auf eine Schlichtung geeinigt.
Lufthansa-Flugbegleiter bei Warnstreik in Frankfurt (am 8. November): Jetzt kommt die Schlichtung
Lufthansa-Flugbegleiter bei Warnstreik in Frankfurt (am 8. November): Jetzt kommt die Schlichtung

Lufthansa-Flugbegleiter bei Warnstreik in Frankfurt (am 8. November): Jetzt kommt die Schlichtung

Foto: RONALD WITTEK/EPA-EFE/REX
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Die Lufthansa und die Flugbegleitergewerkschaft UFO haben sich nach Angaben der Gewerkschaft und der Airline auf ein Schlichtungsverfahren geeinigt. Streiks seien damit abgewendet, teilte die Lufthansa mit. Man kehre mit UFO als Gewerkschaft an den Verhandlungstisch zurück. Details wollen beide Seiten am Donnerstagnachmittag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz verkünden.

In der vergangenen Woche hatte UFO wegen eines Grundsatzstreits über Tarifverhandlungen einen zweitägigen Streik ausgerufen. Die Lufthansa strich rund 1500 Flüge der Hauptmarke, wovon etwa 200.000 Passagiere betroffen waren. Die Gewerkschaft hatte für den Fall des Scheiterns der Sondierungen neue Streiks in verschiedenen Lufthansa-Flugbetrieben angedroht.

In dem Konflikt geht es um höhere Spesen und Zulagen sowie den besseren Zugang für Saisonkräfte in reguläre Anstellungsverhältnisse.

Hinter den Forderungen steht aber die vom Konzern aufgeworfene Frage, ob UFO überhaupt Tarifverträge für die rund 21.000 Lufthansa-Flugbegleiter durchsetzen kann. Nach einem internen Streit ist bei UFO ein neuer Vorstand im Amt, den die Mitgliederversammlung im Amt bestätigte. Die Lufthansa ist der Ansicht, der bestehende Vorstand sei nicht vertretungsberechtigt.

Es stellt sich nun immer noch die Frage, welche Gewerkschaft künftig die Tarifverträge für die Flugbegleiter aushandelt und unterzeichnet. Lufthansa hatte angekündigt, neben der UFO auch mit Ver.di und der erst am Montag gegründeten Cabin Union zu sprechen.

Nach dem Grundsatz der Tarifeinheit soll in einem Betrieb eigentlich die mitgliederstärkste Gewerkschaft die Tarifbedingungen vereinbaren. UFO nimmt für sich in Anspruch, mehr als die Hälfte der Lufthansa-Flugbegleiter zu vertreten. Ausgezählt worden sind die Mehrheitsverhältnisse bislang aber nicht.

rwi/dpa/Reuters