Strippenzieher: Roland Berger soll Rücktritt planen - DER SPIEGEL
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Strippenzieher Roland Berger soll Rücktritt planen

Roland Berger Strategy Consultants zählt zu den mächtigsten Strippenzieher-Schmieden der Republik - jetzt steht die Unternehmensberatung offenbar vor einem historischen Umbruch: Laut "Financial Times Deutschland" räumt Gründer Roland Berger bald seinen Posten als Aufsichtsratschef.
Strippenzieher Berger (links) auf Kohls 80. Geburtstag: Aufgabe aller Kompetenzen?
Strippenzieher Berger (links) auf Kohls 80. Geburtstag: Aufgabe aller Kompetenzen?

Strippenzieher Berger (links) auf Kohls 80. Geburtstag: Aufgabe aller Kompetenzen?

Foto: Andreas Rentz/ Getty Images
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Hamburg - Die aktuelle Amtszeit von Roland Berger dauert eigentlich noch bis Ende 2013, eine Wiederwahl galt bislang als denkbar. Doch laut "Financial Times Deutschland" dürfte der Namensvater der berühmten Unternehmensberatung schon zu einem früheren Zeitpunkt abdanken. Dem Bericht zufolge dürfte der Strippenzieher seinen Posten als Aufsichtsratschef vorzeitig räumen. Berger gäbe damit sämtliche formale Kompetenzen auf.

Neuer Aufsichtsratsvorsitzender soll laut "FTD" der aktuelle Vorstandschef Burkhard Schwenker werden. Schwenkers Job als operativer Chef soll der derzeitige Finanzvorstand Martin Wittig übernehmen. Berger werde Ehrenvorsitzender des Aufsichtsgremiums, ein Posten mit lediglich repräsentativem Charakter.

Der Aufsichtsrat der Unternehmensberatung mit einem Jahresumsatz von zuletzt 616 Millionen Euro habe dem Umbau bereits auf einer Sitzung in der vergangenen Woche zugestimmt. Beschließen könne die Neuordnung aber nur die Gesellschafterversammlung - mit einer Mehrheit von 75 Prozent. Das Treffen der rund 170 Partner, denen die Firma inzwischen gehört, findet am 17. Juli in Essen statt. Die Zustimmung zum Umbau in der Chefetage gelte als sicher.

Das Unternehmen wollte die Meldung auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren.

ssu