Studie: US-Regierung verdient zehn Milliarden Dollar mit Bankenrettung - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Studie US-Regierung verdient zehn Milliarden Dollar mit Bankenrettung

Die amerikanische Regierung hat an der Krise bislang gut verdient: Laut einer Studie nimmt der US-Fiskus durch die Rettung von US-Unternehmen einen zweistelligen Milliardenbetrag ein. Der Preis dafür ist allerdings hoch: Bei Zahlungsausfällen drohen gigantische Verluste.
Goldman-Sachs-Filiale: Milliardengewinn für die US-Regierung
Goldman-Sachs-Filiale: Milliardengewinn für die US-Regierung

Goldman-Sachs-Filiale: Milliardengewinn für die US-Regierung

Foto: LUCAS JACKSON/ REUTERS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Die amerikanische Regierung hat taumelnde Großbanken in der Krise gestützt - und kräftig daran verdient: Gut 10,5 Milliarden Dollar habe der US-Fiskus durch die Rettung siecher Geldinstitute eingenommen. Das berichtet die "Financial Times"  unter Berufung auf eine Studie der Beratungsfirma SNL Financial. Amerikanische Steuerzahler dürfen auf eine unverhoffte Milliardenspritze hoffen, heißt es in der Erhebung.

Insgesamt habe die Regierung von 49 Unternehmen Zinsen, Gebühren oder Dividenden aus Vorzugsaktien erhalten, schreiben die Experten. Vor allem Geschäfte mit American Express   und Goldman Sachs   hätten die Gewinne des US-Regierung in die Höhe schnellen lassen. Die Finanzgiganten hatten unter anderem zu einer Dividende von 8,5 Prozent Vorzugsaktien an die Regierung ausgegeben.

Laut "Financial Times" dürften die hohen Gewinnerwartungen den politischen Druck auf Obamas Regierung etwas lindern. Die Administration war in der Vergangenheit für ihre Multimilliarden-Dollar-Hilfsprogramme teils massiv kritisiert worden.

Allerdings könnten sich die recht ansehnlichen Gewinne noch immer in gewaltige Verluste verwandeln: Über ihr sogenanntes Troubled Assets Relief Programme (TARP) hat die US-Regierung auch marode amerikanische Autobauer und den taumelnden Versicherer AIG gestützt - schlimmstenfalls drohen noch immer Zahlungsausfälle in Höhe von bis zu 117 Milliarden Dollar, heißt es in der Studie von SNL Financial.

ssu