Problemsparte der Telekom T-Mobile verliert US-Chef
T-Mobile-Laden in New York: Kampf gegen den Kundenschwund
Foto: Andrew Burton / Getty ImagesBonn - T-Mobile braucht einen neuen Manager für das USA-Geschäft. Der bisherige Chef Philipp Humm, scheide aus dem Unternehmen aus, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Humm wolle seiner Familie näher sein, die zu Hause in Europa geblieben sei, hieß es zur Begründung des überraschenden Abschieds.
Mit Humm verliert die Telekom einen ihrer prominentesten Manager. Der ehemalige Deutschlandschef des Internetkaufhauses Amazon war 2005 zum Unternehmen gestoßen und zunächst für das Mobilfunkgeschäft in Deutschland verantwortlich. Nach einem Zwischenspiel auf Europaebene wechselte er 2010 in die USA und übernahm den Chefposten bei der dortigen Mobilfunk-Tochter.
Telekom-Chef René Obermann dankte Humm ausdrücklich für seine Arbeit. Er habe die Kostensituation bei T-Mobile USA verbessert und die US-Tochter durch die schwierige Phase beim geplanten Verkauf an den amerikanischen Telekomriesen AT&T geführt. Das Geschäft war letztlich an Bedenken der amerikanischen Wettbewerbshüter gescheitert.
T-Mobile USA war einst die Vorzeigetochter der Deutschen Telekom , hat sich jedoch zum Sorgenkind entwickelt. Eine vergleichsweise schlechte Netzabdeckung und das Fehlen des Kulthandys Apple iPhone führten zu Kundenschwund.
Zunächst übernimmt nun der fürs Tagesgeschäft in den USA zuständige Manager Jim Alling den Chefposten der Tochter - so lange, bis ein endgültiger Ersatz gefunden ist. "Wir brauchen nun jemanden, der unsere Initiativen in Erfolge am Markt umsetzen kann", sagte Telekom-Chef Obermann.