Autonomes Fahren US-Börsenaufsicht ermittelt wegen tödlichem Tesla-Crash
Elon Musk
Foto: Peter Foley / dpa / picture allianceDie mächtige US-Börsenaufsicht SEC geht laut einem Zeitungsbericht der Frage nach, ob der Elektroauto-Hersteller Tesla die Anleger zu spät über den tödlichen Unfall mit einem computergesteuerten Auto informiert hat. Die zentrale Frage ist, ob der Crash eine für Investoren relevante Information gewesen sei.
Die Untersuchung sei noch in einem sehr frühen Stadium und werde möglicherweise zu keinen Maßnahmen führen, schränkte das "Wall Street Journal" ein. Tesla erklärte dem Sender CNBC, man habe keine Informationen dazu von der SEC erhalten.
Tesla hatte sich bereits vergangene Woche gegen den Vorwurf gewehrt, Aktionäre nicht rechtzeitig über den Unfall informiert zu haben. Das Unternehmen hatte keine zwei Wochen nach dem Crash Aktien für 1,4 Milliarden Dollar verkauft, um Geld für den Produktionsausbau zu heben. Zu diesem Zeitpunkt war einer breiten Öffentlichkeit der Unfall noch nicht bekannt.
Im Magazin "Fortune" warf die Finanzjournalistin Carol Loomis entsprechend die Frage auf, ob Tesla die Investoren darüber hätte in Kenntnis setzen müssen, dass erstmals ein Mensch in einem computergesteuerten Auto gestorben ist.
Tesla konterte in einem Blogeintrag in der Nacht zum Donnerstag, die Untersuchung der Fahrzeugdaten sei erst Ende Mai abgeschlossen worden. Außerdem habe auch das Bekanntwerden des Unfalls den Tesla-Aktienkurs kaum beeinflusst.
Der Crash, bei dem ein vom Assistenzsystem "Autopilot" gesteuerter Tesla unter einen Lastwagenanhänger raste, ereignete sich am 7. Mai. Der Aktienverkauf wurde am 18. Mai angekündigt. Da habe Teslas Untersuchung des Unfalls aber gerade erst begonnen, hieß es. Bekannt in der Öffentlichkeit wurde der Todesfall erst mit Ermittlungen der Verkehrsbehörde NHTSA Ende Juni.
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