ThyssenKrupp: Großdemo gegen Fusion mit Tata - DER SPIEGEL
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ThyssenKrupp Arbeiter kämpfen gegen Fusion mit Tata

Die Stahlarbeiter von ThyssenKrupp begehren gegen die Fusion ihres Konzerns mit dem indischen Konkurrenten Tata auf. In Bochum wollen sie mit einer Großdemonstration die Öffentlichkeit mobilisieren.
Stahlwerker vor dem ThyssenKrupp-Werk Duisburg
Stahlwerker vor dem ThyssenKrupp-Werk Duisburg

Stahlwerker vor dem ThyssenKrupp-Werk Duisburg

Foto: WOLFGANG RATTAY/ REUTERS
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Vor einer geplanten Großdemonstration gegen die Stahlfusionspläne von Thyssenkrupp haben Beschäftigte des größten deutschen Stahlkonzerns am Freitag die Produktion weitgehend zum Erliegen gebracht. Die Anlagen seien mit Beginn der Frühschicht heruntergefahren worden, berichtete ein Sprecher des Betriebsrats am Freitagmorgen. Im Werk sorge lediglich eine Notbesatzung dafür, dass es zu keinen Schäden komme. Erst am Nachmittag werde dann voraussichtlich der normale Betrieb wieder aufgenommen.

Für den Freitag haben Betriebsrat und IG Metall zu einer Großdemonstration in Bochum aufgerufen, zu der mindestens 5000 Teilnehmer erwartet werden. In dieser Woche hatte der Konzern eine Absichtserklärung für eine Fusion der Thyssenkrupp-Stahlsparte mit dem Konkurrenten Tata veröffentlicht und den Wegfall von 2000 Arbeitsplätzen in Deutschland angekündigt. Der Betriebsrat befürchtet aber die Streichung von deutlich mehr Jobs und lehnt die Fusionspläne ab.

Ein weiterer heikler Punkt der Fusion ist die geplante Verlegung des Konzernsitzes in die Niederlande. Das Land an der Nordsee ist für ausländische Firmen und Superreiche eine beliebte Steueroase. Hier können sie ganz legal die Zahlung von hohen Steuern umgehen. Nach einer Studie der Hilfsorganisation Oxfam Novib sind die Niederlande nach den Bermudas das zweitgrößte Steuerparadies.

Zu der Kundgebung werden neben Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), der NRW-Chef der IG Metall Knut Giesler sowie die Betriebsratsvorsitzenden Willi Segerath und Günter Back erwartet.

mik/dpa