ThyssenKrupp macht Milliardenverlust - DER SPIEGEL
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Industriekonzern ThyssenKrupp macht Milliardenverlust

ThyssenKrupp leidet unter den Fehlinvestitionen in Brasilien und den USA. Wegen Abschreibungen auf die dortigen Projekte verbuchte der Konzern ein Minus von 1,2 Milliarden Euro. Auch das Verhältnis der Schulden zum Eigenkapital verschlechterte sich.
Stahlarbeiter in Duisburg: ThyssenKrupp bleibt in den roten Zahlen
Stahlarbeiter in Duisburg: ThyssenKrupp bleibt in den roten Zahlen

Stahlarbeiter in Duisburg: ThyssenKrupp bleibt in den roten Zahlen

Foto: INA FASSBENDER/ REUTERS
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Essen - Der Industriekonzern ThyssenKrupp   steckt weiter tief in den roten Zahlen: In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres verbuchte der Konzern einen Verlust von 1,205 Milliarden Euro, wie ThyssenKrupp am Dienstag mitteilte. Ursache dafür waren vor allem Abschreibungen auf Fehlinvestitionen in Stahlwerksprojekte in Übersee. Die Verhandlungen zum Verkauf der Stahlwerke in Brasilien und den USA mit einem führenden Bieter seien "weit fortgeschritten". Ein zeitnaher Abschluss werde angestrebt.

Die Kapitaldecke des Konzerns ist im vergangenen Quartal weiter geschrumpft. Die Eigenkapitalquote sackte um weitere 1,5 Prozentpunkte auf acht Prozent ab. Das ist der mit Abstand schlechteste Wert aller Industrieunternehmen im Dax.

Das Verhältnis der Schulden zum Eigenkapital schwoll von 148,2 Prozent Ende März auf 185,7 Prozent an. Die Banken können Banken nun einige milliardenschwere Kreditverträge kündigen, da die Marke von 150 Prozent überschritten ist. ThyssenKrupp betonte aber, dass sich das Verhältnis wieder bessern werde, sobald der Verkauf der Stahlwerke in Übersee abgeschlossen sei. Die Verschuldung stieg noch einmal leicht auf 5,3 Milliarden Euro.

Seit Mai schließt der Vorstand eine Kapitalerhöhung nicht mehr aus. Konkrete Schritte kündigte er aber am Dienstag noch nicht an. Der Konzern könnte die Zahl der neuen Aktien um bis 38 Prozent erhöhen, ohne die Aktionäre dafür extra befragen zu müssen. Entsprechende Beschlüsse hatte sich das Unternehmen bereits von vergangenen Hauptversammlungen eingeholt.

cte/Reuters

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