Ticketkosten - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Ticketkosten EU-Kommission prüft Extra-Gebühr der Lufthansa

Seit Anfang September erhebt die Lufthansa von Reisenden eine Extra-Gebühr für Reservierungen - wenn sie nicht bei der Fluggesellschaft buchen. Nach mehreren Beschwerden prüft nun auch die EU-Kommission den Zuschlag.
Ticket-Automaten von Lufthansa: Extragebühr für Reservierungen
Ticket-Automaten von Lufthansa: Extragebühr für Reservierungen

Ticket-Automaten von Lufthansa: Extragebühr für Reservierungen

Foto: Ole Spata/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die EU-Kommission mischt sich in den Streit über eine zusätzliche Ticketgebühr der Lufthansa ein. Die Behörde prüfe, ob der Aufschlag mit europäischem Recht vereinbar ist. Insgesamt lägen zwei Beschwerden gegen das Vorgehen der deutschen Fluggesellschaft vor, bestätigte ein Sprecher in Brüssel. Der Fall werde nun auf Grundlage der eingereichten Informationen untersucht.

Europas größter Luftverkehrskonzern erhebt seit Anfang Septembereine Extra-Gebühr von 16 Euro für jedes Ticket , das über ein GDS-System gebucht wird. Grund seien jährliche Kosten für die Buchungssysteme in Höhe eines dreistelligen Euro-Millionenbetrags. Nicht gezahlt werden muss die Gebühr nur dann, wenn der Reisende etwa über die konzerneigenen Webseiten, Service-Center und Schalter bucht.

Beschwerdeführer bei der EU-Kommission sind der europäische Dachverband der Reisebüros und Reiseveranstalter (ECTAA) sowie der Europäische Verband der Reise-Technologieunternehmen und Online-Reisevermittler (ETTSA). Ihre Mitglieder sehen sich durch die Extra-Gebühr auf unrechtmäßige Weise benachteiligt.

Wann die EU-Kommission über die Beschwerde entscheidet, steht nach Angaben des Sprechers noch nicht fest. Sie ist in diesem Fall nicht an Fristen gebunden. In Deutschland beschäftigt die Extra-Gebühr bereits die Kartellwächter.

brk/dpa