Twitter plant angeblich Stellenabbau - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Medienbericht Twitter plant angeblich Stellenabbau

Twitter könnte einem Bericht zufolge schon in der kommenden Woche Mitarbeiter entlassen. Tatsächlich steht Firmenchef Jack Dorsey unter Druck, das Unternehmen endlich profitabel zu machen.
Twitter-Chef Jack Dorsey: Muss das Unternehmen für Investoren attraktiver machen
Twitter-Chef Jack Dorsey: Muss das Unternehmen für Investoren attraktiver machen

Twitter-Chef Jack Dorsey: Muss das Unternehmen für Investoren attraktiver machen

Foto: Mike Blake / REUTERS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bei Twitter wird es einem Bericht zufolge Entlassungen geben. Zwar sei das Ausmaß noch nicht bekannt, aber der Stellenabbau werde voraussichtlich alle Bereiche des in San Francisco ansässigen Unternehmens betreffen, schreibt die Fach-Website "Recode"  und beruft sich auf "mehrere Quellen". Der Schritt sei für die kommende Woche geplant.

Auch Ingenieure würden wahrscheinlich betroffen sein, die rund die Hälfte der Belegschaft von etwa 4100 Angestellten bei Twitter ausmachten. Twitter wollte den Bericht nicht kommentieren und sprach lediglich von Gerüchten und Spekulationen.

Mitgründer Jack Dorsey war gerade erst wieder zum ständigen Chef des Unternehmens ernannt worden. Er steht unter Druck, das Unternehmen endlich profitabel und für Investoren attraktiver zu machen - bislang schreibt Twitter tiefrote Zahlen.

Das Wachstum des Diensts hat sich seit seinem sensationellen Start im Jahr 2006 deutlich verlangsamt. Twitter hat damit zu kämpfen, seine Nutzer-Gemeinschaft von über 300 Millionen Menschen auszubauen. Deshalb hat sich in letzter Zeit nicht nur in der Führungsetage einiges getan: Twitter experimentiert mit verschiedenen Neuerungen, von Gruppenchats bis zur Einführung von Kauf-Buttons, mit denen man direkt vom Tweet aus einkaufen kann.

Die vielen plötzlichen Neuerungen lassen ahnen, wie dringend die Firma nach einer breiteren Nutzerschaft und vor allem zusätzlichen Erlösquellen sucht.

juh/dpa/afp