Uber verzeichnet nach Verbot steigenden Zulauf - DER SPIEGEL
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Taxi-Konkurrent Zahl der Uber-Nutzer steigt nach Verbot rasant an

Der Taxi-Konkurrent Uber profitiert offenbar von dem deutschlandweiten Verbot: Nach dem Gerichtsurteil habe sich die Zahl der Neuanmeldungen in Deutschland mehr als verdoppelt, behauptet das Unternehmen. Nun will es weiter expandieren.
Die Uber-App auf dem Smartphone: Neuanmeldungen mehr als verdoppelt
Die Uber-App auf dem Smartphone: Neuanmeldungen mehr als verdoppelt

Die Uber-App auf dem Smartphone: Neuanmeldungen mehr als verdoppelt

Foto: Adam Berry/ Getty Images
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Hamburg - Eigentlich sollte der Taxi-Konkurrent Uber durch das Gerichtsurteil gestoppt werden: Das Landgericht Frankfurt am Main hatte dem amerikanischen Start-up per einstweiliger Verfügung die Vermittlung von Fahrern ohne Konzession deutschlandweit untersagt. Doch offenbar hat die Entscheidung der Richter dem Unternehmen neuen Zulauf verschafft. Die Zahl der Neuanmeldungen sei seitdem sprunghaft gestiegen, teilte das Start-up nun mit.

In den vergangenen 24 Stunden habe Uber in Deutschland "das größte Wachstum an Neuanmeldungen innerhalb nur eines Tages seit Jahresbeginn" verzeichnen können. In den fünf Städten, in denen Uber momentan aktiv sei, haben sich die Neuanmeldungen demnach mehr als verdoppelt. Die Smartphone-App UberPop sei sogar in Städten heruntergeladen worden, wo das Unternehmen noch gar nicht aktiv sei.

Uber erlaubt unter anderem Privatleuten ohne spezielle Zulassung, via Smartphone-App Fahrten anzubieten, die oft deutlich günstiger sind als die ortsüblichen Taxitarife. Das Geschäftsmodell stößt allerdings vielerorts auf Widerstand, insbesondere in der Taxibranche.

Das Unternehmen zeigte sich schon kurz nach Bekanntwerden der richterlichen Entscheidung vom Dienstag betont unbeeindruckt - und verkündete, einfach weitermachen zu wollen. "Die Wahlmöglichkeiten der Bevölkerung einzuschränken, war noch nie eine gute Idee", hieß es in einer schriftlichen Reaktion auf das Urteil. Das könnte allerdings teuer werden: Theoretisch könnte das Gericht für jeden Verstoß, also jede Fahrt, ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro gegen Uber verhängen.

In Deutschland ist das Start-up bisher in Berlin, München, Frankfurt am Main, Hamburg und Düsseldorf vertreten. Der "öffentliche Zuspruch" durch die zahlreichen Neuanmeldungen bestätige Uber in seinem Vorhaben, bald auch in weitere deutsche Städte zu expandieren, teilte das Unternehmen weiter mit. Weltweit ist das Start-up eigenen Angaben zufolge in 45 Ländern tätig.

Ethik der Share Economy
vks/AFP