UBS will Tausende Arbeitsplätze streichen - DER SPIEGEL
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Sparkurs Großbank UBS will offenbar Tausende IT-Mitarbeiter entlassen

Extremer Sparkurs bei der Schweizer Bank UBS: Laut einem Zeitungsbericht könnten noch deutlich mehr Stellen als bisher bekannt abgebaut werden. Unternehmenschef Ermotti bezeichnete in einem internen Schreiben die Spekulationen als "unverantwortlich".
UBS-Chef Ermotti: "Persönlich enttäuscht" über Spekulationen
UBS-Chef Ermotti: "Persönlich enttäuscht" über Spekulationen

UBS-Chef Ermotti: "Persönlich enttäuscht" über Spekulationen

Foto: VALERIANO DI DOMENICONI/ AFP
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Zürich - Die Schweizer Großbank UBS   verschärft ihren Sparkurs und will einem Medienbericht zufolge rund 2000 Stellen in der Informationstechnik abbauen. Die Einsparungen in dem 8200 Mitarbeiter zählenden IT-Bereich würden mit einem noch umfassenderen Arbeitsplatzabbau im Konzern einhergehen, berichtete der "Tages-Anzeiger" unter Verweis auf Insider. In der Computerabteilung der Großbank seien demnach jährliche Einsparungen von mehr als einer Milliarde Schweizer Franken, umgerechnet rund 825 Millionen Euro, geplant.

"Das Senken der Kosten im IT-Bereich in dieser Größenordnung ist nur nachvollziehbar, wenn parallel dazu die Aktivitäten in den Geschäftseinheiten auch heruntergefahren werden", zitierte die Zeitung einen UBS-Informatiker. Intern werde damit gerechnet, dass das größte Schweizer Bankhaus weltweit bis zu 20 Prozent oder rund 12.700 der derzeit etwa 63.500 Stellen streichen könnte.

In einer Mitteilung an die Belegschaft schrieb UBS-Chef Sergio Ermotti, dass bislang keine endgültigen Entscheidungen getroffen worden seien, da die Überprüfung der Geschäftsprozesse noch andauere. Ermotti versucht derzeit, dass Top-Management auf eine Verschärfung des Sparkurses insbesondere im Investmentbanking einzuschwören.

In einem wütenden internen Schreiben vom Samstagabend wehrte sich Ermotti laut einem weiteren Bericht des "Tages-Anzeigers" gegen Spekulationen zu seinen strategischen Plänen. Er sei "persönlich enttäuscht, weil es Leute in der Bank gibt, die unverantwortlich oder lediglich in ihrem eigenen Interesse handeln, indem sie zu diesen Spekulationen beitragen". Kommentieren werde er diese aber nicht, "ganz egal, ob sie falsch sind oder auch wahre Elemente beinhalten". Wie Reuters jüngst aus Bankenkreisen erfahren hatte, könnte UBS vor einem Abbau von weit mehr als den bisher angekündigten 3500 Stellen stehen.

Analysten gehen davon aus, dass die Bank schon bei der Ende Oktober anstehenden Veröffentlichung der Zahlen zum dritten Quartal weitere Kostensenkungsmaßnahmen ankündigen dürfte. Handlungsbedarf hat auch der Abschluss des zweiten Quartals offenbart. Mit einem Einbruch um mehr als die Hälfte auf 425 Millionen Franken verfehlte der Reingewinn die Markterwartungen deutlich. Insbesondere im Investmentbanking lief es schlecht. In Deutschland beschäftigt UBS an 14 Standorten mehr als 1200 Mitarbeiter.

sto/Reuters/dapd

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