US-Rüstungskonzern Lockheed Martin beurlaubt Tausende Mitarbeiter - DER SPIEGEL
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Lockheed Martin US-Rüstungskonzern beurlaubt Tausende Mitarbeiter

Die Folgen des US-Haushaltsstreits für die Wirtschaft weiten sich aus: Nach dem Industriekonzern United Technologies will nun auch das Rüstungsunternehmen Lockheed Martin ab Montag Tausende Mitarbeiter in den Zwangsurlaub schicken.
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Washington - Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin   will ab Montag 3000 Mitarbeiter in den unbezahlten Zwangsurlaub schicken. Dauere der Shutdown weiter an, werde sich die Zahl der Beurlaubten Woche für Woche weiter erhöhen, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Die betroffenen Angestellten können demnach nicht arbeiten, weil die Einrichtung, in der sie arbeiten, von der Verwaltung geschlossen wurde oder weil eine Inspektion durch Regierungsbeamte derzeit nicht möglich sei. Das Unternehmen habe Betroffenen empfohlen, ihren verfügbaren Resturlaub einzusetzen, um die finanziellen Folgen möglichst gering zu halten, sagte die Vorstandsvorsitzende Marillyn Hewson. Sie hoffe, dass die Blockade in Washington möglichst schnell überwunden werde.

Am Donnerstag hatte bereits das Rüstungsunternehmen United Technologies (UTC) angekündigt, ab Montag 2000 Angestellte seiner Luftfahrtsparte in unbezahlten Zwangsurlaub zu schicken, weil wegen des Haushaltsnotstands die Inspekteure des Verteidigungsministeriums nicht mehr arbeiteten. Schlimmstenfalls müssten in einem Monat mehr als 5000 Angestellte zu Hause bleiben.

Ein Kompromiss im Streit um den US-Haushalt war am Freitag nicht in Sicht. Der Shutdown hat bereits auch Auswirkungen auf die Außenpolitik der Vereinigten Staaten: Sanktionen gegen Iran und Syrien können nicht mehr vom zuständigen Finanzministerium umgesetzt werden.

bos/AFP/AP