US-Wirtschaft: Bernanke prognostiziert starkes Wachstum für 2011 - DER SPIEGEL
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US-Wirtschaft Bernanke prognostiziert starkes Wachstum für 2011

Amerikas Wirtschaft und Arbeitsmarkt stecken noch in der Krise, doch der Zentralbankchef macht positive Voraussagen für dieses Jahr: Ben Bernanke spricht von einem Wachstum von drei bis vier Prozent. Zudem sei die Gefahr einer Deflation gesunken.
US-Notenbankchef Ben Bernanke: Gute Aussichten für 2001
US-Notenbankchef Ben Bernanke: Gute Aussichten für 2001

US-Notenbankchef Ben Bernanke: Gute Aussichten für 2001

Foto: KEVIN LAMARQUE/ REUTERS
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Ben Bernanke

Fairfax - US-Notenbank-Chef erwartet für das laufende Jahr ein kräftiges Wachstum der Wirtschaft in den USA. Ein Wachstum im "Bereich von drei oder vier Prozent ist denkbar", sagte Bernanke am Donnerstag in einer Rede in Fairfax im Bundesstaat Virginia. "Wir sehen eine Stärkung der Konjunktur."

Fed

Bernankes Schätzung geht damit über die letzte Konjunkturprognose der US-Notenbank hinaus: Im November hatte sie für 2011 ein Wachstum im Bereich von 3,0 bis 3,6 Prozent vorhergesagt. In den vergangenen Monaten sei bereits eine Besserung zu beobachten gewesen. "Das wird die Arbeitslosigkeit aber nicht in dem Tempo reduzieren, wie wir es gerne hätten", sagte Bernanke. Im Dezember gab es in den USA 103.000 neue Jobs, die Arbeitslosenquote ist derzeit mit 9,4 Prozent so niedrig wie seit Mai 2009 nicht mehr.

Auch habe laut Bernanke die Gefahr einer Deflation in den USA in den vergangenen Monaten abgenommen. Das Risiko habe sich "beträchtlich verringert", sagte er. Die Furcht vor einer Deflation, in der Preise und Löhne sinken und die Konjunktur in eine lang anhaltende Abwärtsspirale führen könnten, hatte die Fed zu Stützungsmaßnahmen für den Wirtschaftskreislauf veranlasst.

Erst im November hatte die Fed beschlossen, im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit weitere 600 Milliarden Dollar in die Wirtschaft zu pumpen. Experten gehen davon aus, dass die Zentralbank die Konjunkturstützen erst einstellt, wenn die Arbeitslosenquote unter neun Prozent gesunken ist.

lgr/Reuters/AFP