USA: Harley-Davidson Aktie bricht ein - DER SPIEGEL
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Niedergang des US-Motorradherstellers Gewinn von Harley-Davidson bricht um 94 Prozent ein

Alternde Käufer, sinkende Absätze und ein Boykottaufruf von US-Präsident Trump: Der Motorradhersteller Harley-Davidson ist unter Druck. Desaströse Quartalszahlen haben einen Kursrutsch der Aktie ausgelöst.
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Foto: Philippe Wojazer/ REUTERS
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Bei Harley-Davidson waren sie mal stolz darauf, der größte Motorradhersteller der Welt zu sein - zumindest versprach in den Fünfzigerjahren einmal ein Werbeslogan: "World's leading manufacturer of lightweight motor vehicles."

Lang ist das her: Zum Ende des Jahres 2018 ist der schon länger kriselnde US-Konzern weiter unter Druck geraten. Schwache Verkäufe insbesondere im US-Heimatmarkt ließen die Erlöse im vierten Quartal verglichen mit dem Vorjahreswert um etwa neun Prozent auf knapp 960 Millionen Dollar (835 Millionen Euro) sinken. Der Nettogewinn brach sogar von 8,3 auf 0,5 Millionen Dollar ein - ein Minus von 94 Prozent.

Harley stand 2018 wegen geplanter Produktionsverlagerungen ins Ausland zeitweise im Dauerfeuer der Kritik von US-Präsident Donald Trump, der im vergangenen August sogar zum Boykott der mehr als 115 Jahre alten Marke aufgerufen hatte.

Ein weiteres Problem ist die alternde konservative Stammkundschaft, bei jüngeren Leuten hat Harley einen schweren Stand. Obwohl der Hersteller mit E-Motorrädern und anderen neuen Produkten einen Neustart versucht, sieht der Ausblick trübe aus. Für 2019 geht Harley von maximal 222.000 ausgelieferten Maschinen aus - dem niedrigsten Wert seit acht Jahren.

Obwohl die Erwartungen nicht gerade hoch waren, kamen die Quartalszahlen bei Anlegern schlecht an: die Aktie fiel vorbörslich zunächst um mehr als sieben Prozent. In den vergangenen zwölf Monaten ist der Kurs schon um mehr als 30 Prozent gesunken.

Mehr zum Thema: Details zum Niedergang von Harley Davidson finden Sie hier.

beb/dpa