Milliardengeschäft Pharmakonzern Valeant plant Übernahme von US-Konkurrent
New York - In der Pharmabranche steht der nächste Milliardendeal an: Der kanadische Pharmakonzern Valeant will seinen US-Rivalen Salix kaufen. Einschließlich der Übernahme von Schulden beläuft sich der Preis auf 14,5 Milliarden Dollar, wie beide Unternehmen mitteilten.
Für Valeant ist es die größte Übernahme in der Konzerngeschichte. Die Kanadier waren 2014 mit dem Versuch gescheitert, den kalifornischen Botox-Hersteller Allergan zu kaufen. Valeant musste sich damals dem US-Konzern Actavis geschlagen geben, der am Ende des Bieterwettkampfs rund 66 Milliarden Dollar für Allergan bezahlte.
Die Übernahme von Salix durch Valeant soll im zweiten Quartal 2015 abgeschlossen werden. Die zuständigen Kartellbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen. Die Fusion soll jährliche Einsparungen von mehr als 500 Millionen Dollar bringen. Beide Unternehmen stimmten nach eigenen Angaben dem Zusammenschluss bereits zu.
Valeant mit Sitz in Laval in Quebec ist schon seit einiger Zeit auf Einkaufstour. 2013 hatten die Kanadier den Kontaktlinsen-Hersteller Bausch & Lomb erworben. Zu den bekanntesten Arzneien von Valeant zählen das Antidepressivum Wellbutrin und das rezeptfreie Erkältungsmittel Cold-FX.
Valeant bevorzugt Übernahmeziele, bei denen sich hohe Einsparungen erzielen lassen. An Salix war nach Informationen von Insidern auch der britische Pharmakonzern Shire interessiert. Salix produziert das Medikament Xifaxan gegen das Reizdarm-Syndrom.