Abgasaffäre VW verschiebt Hauptversammlung
VW-Chef Matthias Müller: Hauptversammlung verschoben
Foto: Rainer Jensen/ dpaVolkswagen verschiebt wegen des Abgasskandals die Vorlage seines Jahresabschlusses und die Hauptversammlung. Als Grund nannte der Wolfsburger Konzern offene Fragen im Zusammenhang mit der Abgasthematik und den daraus resultierenden Bewertungen.
Volkswagen wolle durch den Schritt auch im Interesse seiner Aktionäre "größtmögliche Klarheit und Verlässlichkeit" schaffen, erklärte der Konzern. Der Zeitplan für die Berichterstattung über die Aufklärung des Abgasskandals bleibe von der Entscheidung unberührt, teilte der Autobauer weiter mit. VW wolle weiterhin in der zweiten Aprilhälfte Rede und Antwort stehen.
Ursprünglich sollte der Jahresabschluss auf der Bilanzpressekonferenz am 10. März präsentiert werden. Die Hauptversammlung war für den 21. April geplant. Der Konzern teilte zudem mit, dass das operative Ergebnis wohl auf dem Niveau des Vorjahres liegen werde - ohne weitere Details zu nennen.
Volkswagen hatte zugegeben, millionenfach Diesel-Abgaswerte mit einer Software manipuliert zu haben und muss nun mit hohen Strafen und Schadensersatzforderungen rechnen. Der Konzern hatte bereits im vergangenen Jahr 6,7 Milliarden Euro für Rückrufe zur Seite gelegt.