VW-Chef Matthias Müller: "Ein betriebswirtschaftlich hervorragendes Jahr" - DER SPIEGEL
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VW-Chef Müller "Betriebswirtschaftlich ganz hervorragend"

Dieselaffäre - war da was? VW-Chef Müller gibt sich selbstsicher: "Die Mannschaft hat sich nicht unterkriegen lassen."
VW-Chef Matthias Müller
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VW-Chef Matthias Müller

Foto: Boris Roessler/ dpa
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Ermittler gehen bei Volkswagen ein und aus - wegen des Dieselskandals und möglicher Kartellabsprachen. Seit mehr als zwei Jahren steht das größte deutsche Unternehmen im Fokus wegen all der Skandale. Weltweit laufen mehrere Tausend Gerichtsverfahren.

Doch all das hält Vorstandschef Matthias Müller nicht davon ab, selbstbewusst aufzutreten. "Betriebswirtschaftlich wird das sicher ganz hervorragend", sagte Müller der Zeitung "Welt am Sonntag" mit Blick auf das abgelaufene Geschäftsjahr. Er ziehe den Hut vor der Belegschaft. "Die Mannschaft hat sich von den letzten zwei schwierigen Jahren nicht unterkriegen lassen."

Der Konzern schaue nun wieder nach vorne. "Gleichwohl werden uns die Folgen des Dieselskandals schon noch eine ganze Zeit beschäftigen", sagte er. Man könne nie sicher sein, was daraus resultiere.

Kritik am eigenen Branchenverband

Kritisch zeigt sich Müller über den Umgang des eigenen Branchenverbandes in der Debatte über den Umweltschutz im Autoverkehr. "Der VDA kann nur erklären, was von allen Mitgliedern mitgetragen wird. Manchmal braucht es aber eben Klarheit und nicht nur einen Minimalkonsens", sagte Müller. Zuletzt hatten Dieselskandal und Kartellvorwürfe Risse zwischen Daimler, VW und BMW hinterlassen - und das Verhältnis zum Lobbyverband VDA zerrüttet. Die Verbandswelt werde sich laut Müller "neu sortieren" müssen.

Beim nötigen "Systemwechsel" zur Elektromobilität mahnte Müller mehr Tempo an - sowie ein vereintes Vorgehen der gesamten Industrie und der Politik. "Allein werden wir den Systemwechsel nicht hinbekommen. Wir brauchen eine Partnerschaft für die Mobilität der Zukunft", sagte Müller. Heute habe es die Autoindustrie mit vier bis fünf Ministerien zu tun, die oft konträre Auffassungen verträten. "Eine einheitliche Linie ist da eher die Ausnahme", kritisierte er.

hej/Reuters/AFP