Wachstum in China: Importe sinken, Exporte steigen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Sorge um Wachstum China führt weniger Waren ein

Ein Rückgang der chinesischen Importe schürt die Sorge um das Wachstum in der Volksrepublik. Analysten setzten auf das Handeln der Zentralbank. Immerhin legten aber die Ausfuhren deutlich zu.
Arbeiter auf einer Baustelle in Shanghai: Chinas Importe schwächeln
Arbeiter auf einer Baustelle in Shanghai: Chinas Importe schwächeln

Arbeiter auf einer Baustelle in Shanghai: Chinas Importe schwächeln

Foto: CHINA STRINGER NETWORK/ REUTERS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Peking - Die Wirtschaftsdaten der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt werden mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt. Nun gibt es neue Zahlen zu den chinesischen Ein- und Ausfuhren. Zwar haben Chinas Exporte im Juli mit 14,5 Prozent im Jahresvergleich stärker als erwartet zugelegt. Wie die Zollverwaltung in Peking berichtete, gingen jedoch die Importe im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,6 Prozent zurück.

Damit weist die Handelsbilanz einen Rekordüberschuss von 47,3 Milliarden Dollar aus. Während es eine starke Nachfrage aus dem Ausland gebe, deute der Rückgang der Einfuhren auf ein weiterhin maues Binnenwachstum in China hin, sagte Analyst Dariusz Kowalczyk von Credit Agricole. Dies schüre Sorgen um das Wirtschaftswachstum und könne Chinas Zentralbank zu neuen Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur veranlassen.

Die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hatte im ersten Quartal mit 7,4 Prozent die schwächste Zuwachsrate seit eineinhalb Jahren erreicht. Im Frühjahr reichte es immerhin für ein Plus von 7,5 Prozent. Diese Zahl peilt die Regierung auch für das Gesamtjahr an.

mmq/Reuters/dpa