Wanda-Aktien brechen ein - DER SPIEGEL
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Chinesischer Megakonzern Wanda-Aktien brechen ein

Der reichste Mann Chinas ist bei der Regierung in Peking offenbar in Ungnade gefallen. Die Aktie seines Konzerns verliert deutlich an Wert.
Wang Jianlin
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Wang Jianlin

Foto: © Thomas Peter / Reuters/ REUTERS
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Wang Jianlin, Gründer des Immobilien- und Unterhaltungskonzerns Wanda, hat offenbar Probleme mit der chinesischen Regierung. Sein Unternehmen soll laut übereinstimmenden Berichten der Agenturen Reuters und Bloomberg bei Übernahmen im Ausland chinesisches Recht gebrochen haben. Es soll demnach gegen die Beschränkungen des Kapitaltransfers ins Ausland verstoßen haben, die Peking im vergangenen Jahr verhängt hatte.

Chinesische Regulatoren hätten deshalb Staatsbanken angewiesen, keine weiteren Kredite mehr an Wanda zu vergeben. Nachdem die Berichte bekannt wurden, verlor die Aktie von Wanda Hotel Development, einem Arm des Konzerns, bis zu fünf Prozent an Wert.

Insgesamt habe die Regierung bei sechs Investments der Dalian Wanda Group Verstöße festgestellt, heißt es in den Berichten. Zwei der Investments seien dabei noch nicht abgeschlossen. Genehmigungen zu deren Finanzierung wolle China nun verweigern. Gegen die Regeln verstoßen haben soll das Unternehmen bei den Übernahmen der Nordic Cinema Group sowie dem Kauf von Carmike Cinemas.

Ein Wanda-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern, die chinesischen Bankenregulierungsbehörde war für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen.

Wanda gehört mit den chinesischen Investoren Fosun, HNA und Anbang zu einer Gruppe investitionsfreudiger Unternehmen, die jüngst ins Visier der Bankenaufsicht geraten ist. Diese untersucht derzeit die zu Übernahmezwecken ausgegebenen Auslandskredite an solche Unternehmen.

Wang Jianlin ist einer der reichsten Männer Chinas. An der Spitze der einschlägigen Milliardärsliste wechselt er sich regelmäßig mit Jack Ma, dem Gründer des Internetgiganten Alibaba, ab.

ssu/Reuters