Wirtschaftsjahr 2009 Das waren die Gewinner und Verlierer
Hamburg - Es war das Jahr der einprägsamen Bilder: Protestierende Mitarbeiter von Quelle und Opel machten deutlich, dass die Wirtschaftskrise das Land fest im Griff hatte. Dazu kamen um Fassung ringende Firmenchefs wie etwa Elisabeth Schaeffler oder Wolfgang Porsche - die zeigten, wie Unternehmenslenker mit ihren Mitarbeitern leiden.
Klar ist: Viele Ereignisse werden in Erinnerung bleiben - wie das zähe Ringen um die Zukunft der deutschen General-Motors-Tochter Opel, der gescheiterte Übernahmeversuch von Volkswagen durch Porsche - oder der verzweifelte Kampf der Karstadt-Mitarbeiter um den Erhalt ihrer Warenhäuser. Dazu kommen die bestimmenden Köpfe des Jahres, sei es der widerwillig zurückgetretene ehemalige Bahn-Chef Hartmut Mehdorn oder GM-Chef Fritz Henderson, der die deutsche Regierung brüskierte, als er Opel plötzlich doch bei GM behalten wollte.
Doch nicht nur Personen und Unternehmen prägten 2009 - auch bestimmte Themen zogen sich durch das gesamte Jahr. Wer etwa erinnert sich nicht an die Bilder riesiger Berge gepresster Altautos? Die Abwrackprämie motivierte Tausende Deutsche, sich einen Neuwagen zu kaufen und ihren alten zu verschrotten. Die Autoindustrie freute sich - und avancierte zu einem Gewinner der Jahres.
Einige Dinge aber gingen unwiderruflich verloren und werden von vielen Deutschen vermisst werden - etwa der Quelle-Katalog, der seit Jahrzehnten das Einkaufsvergnügen aufs heimische Sofa brachte und zur Institution wurde. Der Katalog starb im Jahre 2009 - und ist deshalb ein Absteiger.
SPIEGEL ONLINE zeigt die wichtigsten Auf- und Absteiger des Jahres:
Wirtschaft 2009: Die Aufsteiger
Wirtschaftsjahr 2009: Die Absteiger