Nach spektakulärer Hackerattacke Verizon will Preis für Yahoo-Übernahme drücken
Symbolbild
Foto: DENIS BALIBOUSE/ REUTERSDie Übernahme des angeschlagenen Internetriesen Yahoo durch den US-Telekom-Konzern Verizon könnte ins Stocken geraten. Es sei davon auszugehen, dass der vor wenigen Wochen bekanntgewordene Hackerangriff auf Yahoo die Bedingungen für den bereits ausgehandelten Milliardendeal verändere, sagte der Leiter der Verizon-Rechtsabteilung, Craig Silliman, dem "Wall Street Journal".
Zwar müsse zunächst der Abschluss von Yahoos interner Untersuchung der Cyberattacke abgewartet werden. Erst im September war bekannt geworden, dass bereits 2014 über 500 Millionen Nutzerkonten gehackt worden waren. Doch man habe gute Gründe anzunehmen, dass der Datenklau "erhebliche" Auswirkungen habe. Anfang der Woche hatte bereits Verizon-Chef Lowell McAdam gesagt, dass die Bedingungen des 4,8 Milliarden Dollar (4,3 Milliarden Euro) teuren Zukaufs, der im Juli vereinbart worden war, möglicherweise neu verhandelt werden müssten.
Sein Konzern habe zwar nicht vor, Abstand von dem Geschäft zu nehmen. Verizon prüfe gleichwohl, ob der Hackerangriff "materielle Auswirkungen" auf das Yahoo-Geschäft gehabt habe. Offenbar erwägt Verizon, einen Preisabschlag zu fordern.
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