Unternehmens-Image Porsche rast allen davon
Hamburg - Wieder hat sich das überragende Ansehen des schwäbischen Autobauers bestätigt. Aus der Studie "Imageprofile 2002", für die "manager magazin" rund 2500 Vorstände, Geschäftsführer und Manager um zur Reputation der größten Unternehmen befragen ließ, hat Porsche die Konkurrenz klar hinter sich gelassen. Auch bei der letzten Ausgabe dieser Studie war der Sportwagenhersteller auf Platz eins gelandet. Auf den Imagesieger folgen BMW auf Rang zwei und Audi als Drittplatzierter. Zu den ersten zehn der untersuchten 172 Unternehmen zählen außerdem Coca-Cola (Platz 4), Daimler-Chrysler (5), Volkswagen (6), Nokia (7), Sony (8), Siemens (8) und die Verlagsgruppe FAZ (10).
Den größten Imagezuwachs schaffte die Deutsche Post. Sie konnte sich erstmals vom Tabellenende ins hintere Mittelfeld vorarbeiten. Auch der Touristikkonzern Thomas Cook machte einen großen Schritt vorwärts. Das Unternehmen, das früher C&N Touristic hieß, profitiert nach Angaben des Magazins von seinem Namenswechsel.
Herbe Imageeinbußen mussten Telefonunternehmen wie Vodafone D2, Viag Interkom, die Deutsche Telekom und MobilCom hinnehmen. Nur 13 Plätze vom Tabellenende entfernt rangiert der angeschlagene Autobauer Opel, der erneut Ansehen einbüßte. Den schlechtesten Ruf hat die Bankgesellschaft Berlin, die nur mit Staatshilfen vor dem Ruin gerettet werden konnte.
Bei der Wertung nach Branchen konnten sich zahlreiche große Namen erneut durchsetzen. Darunter Allianz in der Versicherungsbranche, RWE im Bereich Energiewirtschaft und Boss in der Textil- und Konsumgüterbranche. In der erstmals berücksichtigten Kategorie Internet-Wirtschaft gewann AOL.
Die Imageprofile werden alle zwei Jahre erhoben. Die Studie umfasst 172 Unternehmen. Die Auswahl berücksichtigt die 100 umsatzstärksten Unternehmen in Deutschland, alle Dax-Werte sowie führende Firmen und Markenklassiker aus 17 Branchen. Die Umfrage führt das Bielefelder Emnid-Institut im Auftrag von manager magazin durch.