Untreue-Verdacht: Neue Ermittlungen gegen WestLB-Vorstände - DER SPIEGEL
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Untreue-Verdacht Neue Ermittlungen gegen WestLB-Vorstände

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat einem Pressebericht zufolge Ermittlungen gegen den Vorstand der WestLB und mögliche weitere Verantwortliche eingeleitet. Besonders das Engagement der Bank bei dem britischen TV-Vermieter Boxclever erregt den Argwohn der Ermittler.
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Hamburg - Im Visier stünden Vorstandsmitglieder, die 1999 das verlustreiche Geschäft abgesegnet haben, berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Bankenkreise. Gegen sie bestehe der Verdacht der Untreue.

Im WestLB-Vorstand saßen damals der heutige Interimschef Johannes Ringel und seine Vorgänger Friedel Neuber und Jürgen Sengera. Aus dem aktuellen Vorstand waren außerdem Risikochef Adolf Franke und der für das Auslandsgeschäft zuständige Gerhard Roggemann schon damals dabei. Weiter gehörten die Ex-Vorstände Hans Henning Offen, Wolf Prautzsch und Rudolf Holdijk dazu.

Die Staatsanwaltschaft habe Vertreter der Bank diese Woche über das Ermittlungsverfahren unterrichtet, schreibt die Zeitung. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft habe die Information nicht bestätigen wollen, behielt sich aber eine Erklärung vor. Sengera sagte der "FTD", er wisse nichts von den Ermittlungen gegen ihn.

Für die Krise der WestLB war das Engagement bei Boxclever mitverantwortlich: Eine Einzelwertberichtigung darauf im Wert von 430 Millionen Euro trieb den Verlust der Bank 2002 auf 1,7 Milliarden Euro.