US-Autobauer Gläubiger lehnen Angebot von GM ab
New York - "Die Inhaber von Anleihen werden als schlechte Spekulanten angesehen, aber sie sind Investoren", sagte Nevin Reilly, Sprecher der GM-Gläubiger am Freitag. "Viele von ihnen haben ihre Altersvorsorge in GM investiert." Die größten Gläubiger halten rund 27 Milliarden Dollar an ungedeckten Schulden und verlangten dafür zuletzt einen Anteil von 58 Prozent an GM. Angeboten wurde ihnen eine Beteiligung über zehn Prozent.
Nach fieberhaften Verhandlungen hatte sich GM erst am Donnerstag vorläufig mit der US-Autogewerkschaft auf einen Beitrag zur Rettung des einstigen Weltmarktführers geeinigt. Es geht um 20 Milliarden Dollar, die GM einem Gesundheitsfonds für Ruheständler schuldet. Die Vereinbarung sieht Vertragsänderungen sowie eine Umstrukturierung von Schulden vor.
GM muss seinen Schuldenberg so weit reduzieren, dass er als überlebensfähig gilt und in den Genuss weiterer Staatshilfen kommen kann. Die US-Regierung hat GM für ein tragfähiges Konzept eine Frist bis zum 1. Juni gesetzt.
Sollte der Konzern seine Überlebensfähigkeit nicht unter Beweis stellen, droht die Insolvenz. Einer mit der Situation vertrauten Person zufolge ist das noch keine ausgemachte Sache. Die von der Regierung gesetzte Frist werde voll ausgenutzt.