US-Autoindustrie: Chrysler erhält rettende Geldspritze - DER SPIEGEL
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US-Autoindustrie Chrysler erhält rettende Geldspritze

Kaum noch Bargeldreserven, Vorkasse bei Lieferanten - es wurde langsam eng für Chrysler. Ein Vorschuss aus der Erste-Hilfe-Kasse von der Bush-Regierung hat jetzt fürs Erste die Liquidität sichergestellt. Aber die Bewährungsfrist währt nur kurz.
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Auburn Hills - Der US-Autohersteller Chrysler hat vom Finanzministerium in Washington einen ersten Kredit über vier Milliarden Dollar erhalten. Die Transaktion von vier Milliarden Dollar sei abgeschlossen, sagte eine Ministeriumssprecherin am Freitagabend.

Chrysler-Autos auf Halde: Mindestbargeldreserve aufgebraucht

Chrysler-Autos auf Halde: Mindestbargeldreserve aufgebraucht

Foto: REUTERS

Chrysler bestätigte den Eingang der überwiesenen Summe. Der Kredit erlaube es Chrysler, seinen Umstrukturierungskurs fortzusetzen und die Vision zu verfolgen, "die sparsamen, qualitativ hochwertigen Autos und Lastwagen zu bauen, die die Menschen kaufen wollen, gerne fahren und dann wieder kaufen wollen", erklärte Chrysler-Chef Bob Nardelli am Freitagabend am Sitz des Unternehmens in Auburn Hills im US-Staat Michigan.

Chrysler hat sich seiner Mindestbargeldreserve von 2,5 Milliarden Dollar angenähert, die das Unternehmen für den laufenden Betrieb benötigt. Zulieferer fordern inzwischen eine Barzahlung bei jeder Lieferung.

Bereits am Mittwoch hatte General Motors eine Notfallhilfe in gleicher Höhe erhalten. Beide Konzerne erhalten das Geld unter der Bedingung, dass sie bis Ende März ihre Überlebensfähigkeit unter Beweis stellen. Sonst müssen sie die Hilfen zurückzahlen.

Washington hatte den Autoherstellern Chrysler und GM am 19. Dezember Kredite über insgesamt 17,4 Milliarden Dollar zugesagt. Die Unternehmen hatten zuvor erklärt, ohne Finanzspritzen drohe ihnen noch 2008 die Zahlungsunfähigkeit.

mik/AP/AFP/Reuters