US-Autokonzern: Ford korrigiert sein Geschäftsergebnis - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

US-Autokonzern Ford korrigiert sein Geschäftsergebnis

Der amerikanische Autobauer Ford hat Buchhaltungsfehler entdeckt und muss nun, drei Wochen nach Bekanntgabe seines Milliardenverlustes, ein Geschäftsergebnis revidieren - und zwar für die vergangenen fünf Geschäftsjahre. Nur selten fällt die neue Bilanz zugunsten des Konzerns aus.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Detroit - Der zweitgrößte amerikanische Autohersteller Ford Motor Company hat seine Geschäftsergebnisse im dritten Quartal korrigiert. Grund für die Neuberechnung, die den Verlust verringern, waren Buchhaltungsfehler. Die Bewertung von Absicherungsgeschäften gegen Zinsschwankungen bei der Finanztochter Ford Credit habe nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprochen, hieß es. Betroffen seien die Zahlen der Geschäftsjahre 2001 bis 2005.

Der Verlust für das dritte Quartal dieses Jahres verringerte sich danach auf 5,25 Milliarden Dollar. Ford hatte vor wenigen Wochen auf vorläufiger Basis einen Verlust von 5,8 Milliarden Dollar ausgewiesen. In den ersten neun Monaten dieses Jahres lag der Verlust mit 7 Milliarden Dollar um 250 Millionen Dollar niedriger als vorher berichtet, teilte Ford mit. Ford reichte seine Ergebnisse für das dritte Quartal und die revidierten Zahlen für die Vorjahre bis 2001 heute bei der amerikanischen Wertpapier- und Börsenbehörde SEC ein.

Während dies für die Geschäftsjahre 2001 und 2002 zu einer Verbesserung des Ergebnisses führte, mussten sie für die übrigen drei Jahre nach unten korrigiert werden. Der Ford-Gewinn betrug 2005 statt 2 nur noch 1,4 Milliarden Dollar, 2004 insgesamt 3 (ursprüngliche Gewinnangabe: 3,5) Milliarden Dollar und 2003 nur noch 0,2 (0,5) Milliarden Dollar. Statt eines ursprünglich ausgewiesenen Verlustes von einer Milliarde Dollar im Jahr 2002 hat Ford jetzt für diesen Zeitraum einen Gewinn von 0,9 Milliarden Dollar ausgewiesen. Der Verlust von 5,5 Milliarden Dollar in 2001 reduzierte sich durch die Bilanzkorrekturen auf 4,8 Milliarden Dollar.

kaz/dpa/dpa-AFX/Reuters