US-Autokrise: Ford meldet Milliardenverlust - DER SPIEGEL
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US-Autokrise Ford meldet Milliardenverlust

Riesenverlust bei Ford: Der US-Autobauer rutscht im ersten Quartal tief ins Minus, der Umsatz hat sich fast halbiert. Die Aussichten am Automarkt verdüstern sich - Ford galt bislang im Vergleich zu GM und Chrysler als Branchenhoffnung.
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Detroit - Ford hat zum Jahresauftakt einen weiteren enormen Verlust von mehr als 1,4 Milliarden Dollar eingefahren. Der Umsatz brach im ersten Quartal zum Vorjahr um fast 43 Prozent auf 24,8 Milliarden Dollar ein, wie der Konzern am Freitag am Sitz in Dearborn bei Detroit mitteilte.

Damit erhöht sich der Druck auf Ford - der Konzern gilt als Hoffnung unter den großen drei US-Autobauern, den sogenannten big three. Während General Motors und Chrysler seit Monaten von der amerikanischen Regierung künstlich am Leben erhalten werden, hatte sich Ford bislang damit gebrüstet, ohne Staatshilfen durch die Krise zu steuern.

Ein Jahr zuvor hatte Ford im ersten Quartal noch mit einem kleinen Plus im ersten Quartal überrascht. Der Autobauer hat in den vergangenen drei Jahren allerdings Verluste von insgesamt rund 30 Milliarden Dollar eingefahren - allein 2008 ein Rekordminus von fast 15 Milliarden Dollar.

Anders als die Opel-Mutter General Motors (GM) und Chrysler will Ford eine Sanierung dennoch ohne staatliche Milliardenhilfen schaffen. Analysten geben dem zweitgrößten US-Autobauer trotz seiner steilen Talfahrt noch die größten Überlebenschancen.

Für den US-Autobauer Chrysler wird es dagegen eng. Laut "New York Times" könnte schon in der kommenden Woche ein Insolvenzantrag gestellt werden - offenbar auf Druck der Obama-Regierung. Düstere Aussichten auch beim Konkurrenten GM: Der Opel-Mutterkonzern will 13 Werke vorübergehend stilllegen.

ssu/dpa-AFX