US-Bankenbranche: Citigroup verfehlt Analystenprognose - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

US-Bankenbranche Citigroup verfehlt Analystenprognose

Der weltgrößte Finanzkonzern Citigroup hat den Gewinn im abgelaufenen Quartal vervierfacht. Die Börse reagierte wegen eines pessimistischen Ausblicks dennoch ungehalten auf die Zahlen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

New York - "Das Kapitalmarktumfeld war eines der schlechtesten seit Jahren", erklärte Citigroup-Chef Charles Prince heut vor Börseneröffnung in New York. Die Umsätze im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren hätten sich deutlich verringert. Zusätzlich seien die Margen wegen steigender Zinsen im Kurzfrist-Bereich sowie einer sich abflachenden Zinskurve unter Druck geraten.

Gerade für die Deutsche Bank   dürften dies schlechte Nachrichten sein. Denn der inländische Branchenprimus erzielt einen Großteil im Investmentbanking, festverzinsliche Papiere gelten dabei als Domäne der Frankfurter.

Der Nettogewinn von Citigroup stieg von April bis Juni auf 5,07 Milliarden Dollar (rund 4,2 Milliarden Euro) oder 97 Cent je Aktie. Zum Vergleich: Die Deutsche Bank, die im internationalen Maßstab einzige wettbewerbsfähige Bank im Inland, hatte im ersten Quartal 2005 - einem besonders starken - rund 1,1 Milliarden Euro verdient.

Im Vorjahreszeitraum hatte das Citigroup-Ergebnis wegen massiver Rückstellungen für Rechtsberatung im Zusammenhang mit den Skandalen bei Worldcom, Enron und anderen Firmen nur 1,14 Milliarden Dollar oder 22 Cent je Aktie betragen.

Der Konzernumsatz im zweiten Quartal sank um drei Prozent auf 20,2 Milliarden Dollar. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Quartalsgewinn von 1,01 Dollar je Aktie sowie Erlösen von 21,08 Milliarden Dollar gerechnet.

Mehr lesen über