US-Berichtssaison: Coca-Cola fällt durch - DER SPIEGEL
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US-Berichtssaison Coca-Cola fällt durch

Der weltgrößte Getränkehersteller Coca-Cola ist im abgelaufenen Quartal trotz der Konjunkturschwäche in Nordamerika in die Gewinnzone zurückgekehrt. Dennoch wurden die Papiere des Unternehmens an der Börse brutal abgestraft.
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Atlanta - Im ersten Quartal 2003 sei ein Nettogewinn von 835 Millionen Dollar oder 34 Cent je Aktie erzielt worden nach einem Verlust von 194 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum, teilte das Unternehmen   am Mittwoch mit.

Coca-Cola, dessen größter Konkurrent auf dem nordamerikanischen Markt PepsiCo ist, hat nach eigenen Angaben seinen Mitbewerbern Marktanteile abgenommen. Ohne Einmalposten verbuchte das Unternehmen im ersten Quartal einen Gewinn von 37 Cent je Aktie, wie er auch von Analysten im Durchschnitt prognostiziert worden war.

Das Unternehmen teilte mit, der US-geführte Krieg gegen den Irak, der Generalstreik in Venezuela und das in Deutschland eingeführte Dosenpfand hätten das Geschäft im abgelaufenen Quartal beeinträchtigt. Auf die Frage, ob die antiamerikanische Stimmung in einigen Teilen der Welt die Geschäfte beeinflusst habe, sagte Coca-Cola-Manager Steve Heyer: "Wir haben nicht den Eindruck, dass sich dieses Thema ausweisbar auf unser Ergebnis ausgewirkt hat."

Der Umsatz stieg im ersten Quartal auf 4,5 Milliarden Dollar im Vergleich zu 4,08 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Während der Absatz auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt um drei Prozent stieg, sank er in Europa und dem Nahen Osten um rund ein Prozent, was jedoch zum Teil durch ein Wachstum in Lateinamerika und Asien wettgemacht wurde.

"Wenn wir nach vorne schauen, sind wir zuversichtlich, dass sich unser Ergebnis in diesem Jahr verbessert, da wir die kurzfristigen externen Faktoren, die in diesem Quartal zu Buche geschlagen haben, überwinden", sagte Coca-Cola-Chef Douglas Daft. Nach Ansicht von Analysten hängt der Erfolg des Unternehmens in diesem Jahr dagegen stark davon ab, wie die Marketing-Strategien für seine Kernmarken anschlügen. Das Unternehmen war in der Vergangenheit dafür kritisiert worden, nicht an die Marketing-Erfolge von Pepsi heranreichen zu können.

Die Aktien des Unternehmens fielen im Mittagshandel an der New Yorker Wall Street um 6,5 Prozent auf 39,77 Dollar. Damit notierte die Aktie weit abgeschlagen am Ende des Dow Jones, der zur gleichen Zeit etwa 1,5 Prozent auf 8318 Punkte verlor.

Der Kurseinbruch wurde von Händlern auf Zweifel an der Erreichbarkeit der langfristigen Wachstumsziele des Unternehmens zurückgeführt. Analyst Mark Swartzberg von Legg Mason hatte die Aktie nach Bekanntgabe der Quartalszahlen mit dieser Begründung von "Buy" auf "Hold" heruntergestuft. Einige Banken wie J.P. Morgan kündigten bereits an, ihre Gewinnprognosen für das Gesamtjahr überarbeiten zu wollen.

Nach Ansicht von Goldman-Sachs-Analyst Mark Cohen sind die Coca-Cola-Gewinne von schlechter Qualität. Zur Begründung wies er darauf hin, dass die Verkäufe der Großhändler derzeit unter dem Liefervolumen von Coca Cola liegen. Dies deute auf einen gefährlichen Aufbau von Lagerbeständen hin.

Seit dem Amtsantritt von Daft vor drei Jahren hat die Coca-Cola-Aktie rund 25 Prozent an Wert verloren.

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