US-Börsen "Großer Sprung nach oben"
Die Nachrichten hätten Sorgen über die schwache Wirtschaft und einen möglichen US-Militärschlag zunächst in den Hintergrund gedrängt, sagten Börsianer. Technologieaktien führten den Aufwärtstrend an. "Es ist ein mächtiger Sprung nachoben", sagte Guy Truicko, Portfolio-Manager bei Unity Management. "Das Vertrauen kehrt langsam in den Markt zurück. Aber es ist zu früh, um den Bären-Markt für beendet zu erklären." Die Aktie der Deutschen Bank schloss bei ihrem Börsendebüt in den USA mit 54,90 Dollar, nach einer Erstnotiz mit 52,70 Dollar.
Nasdaq dick im Plus
Der Dow-Jones-Index kletterte zum Handelsschluss 1,93 Prozent auf 9123,78 Punkte, während der technologielastige Nasdaq Composite um 5,93 Prozent höher auf 1580,78 Zähler sprang. Damit verzeichnete der Index den größten prozentualen Gewinn seit dem 18. April. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 1,99 Prozent auf 1072,27 Punkte.
Nach der Bekanntgabe des Service-Indexes der US-Einkaufsmanger (NAPM) drehte der Markt, der zunächst schwach eröffnet hatte, nach Händlerangaben ins Plus. Der Index war im September 2001 auf 50,2 Punkte von 45,5 im August geklettert und lag damit deutlich über den Prognosen der Volkswirte. Positiv aufgenommen wurden außerdem die Details zum geplanten Konjunkturprogramm in den USA, sagten Börsianer. US-Präsident George W. Bush forderte den Kongress auf, das von der US-Regierung in Folge der Anschläge in den USA geplante Programm rasch umzusetzen. Das von Finanzminister Paul O'Neill auf ein Volumen von 60 bis 75 Milliarden Dollar bezifferte Paket beinhalte Steuervergünstigungen für private Verbraucher und Geschäftsleute.
Cisco-Chef gibt positiven Ausblick
Schließlich habe auch die Bestätigung der Finanzprognosen von Cisco zur guten Stimmung auf dem Parkett beigetragen, hieß es weiter. Der weltgrößte Netzwerkausrüster ist nach den Worten seines Chefs John Chambers mit den Gewinn- und Umsatzschätzungen der Analysten für das erste Quartal 2001/2002 zufrieden. Chambers sagte, dass der Konzern mit den Prognosen der Analysten von durchschnittlich zwei Cents je Aktie für das Auftaktquartal gut leben könne. Die Aktien des Unternehmens kletterten zum Schluss kräftige 21,5 Prozent auf 13,95 Dollar.