US-Computerhersteller Gewinne eingebrochen
Der Umsatz ging um 14 Prozent zurück, das Geschäft mit Privatkunden brach sogar um 21 Prozent ein. Gegen den Trend entwickelte sich der Bereich Informationstechnologie: Hier konnte Hewlett-Packard den Umsatz um 3 Prozent steigern. Das Management will in den kommenden Monaten 6,5 Prozent der Stellen abbauen.
"Uns macht die weltweite Konjunkturabkühlung zu schaffen - in den Zahlen spiegelt sich das schwierige wirtschaftliche Umfeld wieder," kommentierte Carly Fiorina, Chairman und Chief Executive von Hewlett-Packard.
Der Konzern leidet unter einem Nachlassen der Nachfrage und einem Preiskrieg in der Computerbranche. Das Management hatte in diesem Jahr sechsmal vor enttäuschenden Zahlen gewarnt und die Prognosen nach unten korrigiert.
Der Aktienkurs fiel seit Anfang des Jahres um fast 25 Prozent zurück und notierte auf dem Niveau von 1996. Mit dem Kurseinbruch häuft sich die Kritik in der US Presse: Das angesehene Wirtschaftsmagazin Barron's legte CEO Fiorina in der letzten Ausgabe sogar den Verkauf des unprofitablen PC-Bereichs nahe.
Nach Angaben von Carly Fiorina wird ein besseres saisonales Umfeld die Umsätze im vierten Quartal leicht ankurbeln. Mit einem wirklichen Aufschwung rechnet die Konzernchefin aber frühestens im nächsten Jahr. Die Aktie notierte im nachbörslichen Handel am Donnerstag freundlich.
Dell warnt vor enttäuschenden Zahlen im laufenden Quartal
Dell Computer meldete nach Börsenschluss einen Gewinn im Rahmen der Markterwartungen: Der führende US Computerhersteller fuhr 16 Cents pro Aktie ein, nach 22 Cents im Vorjahr.
Für das laufenden Quartal rechnet das Management aber mit einem stagnierenden Gewinn. Die Schätzungen der Analysten hatten bisher bei 17 Cents pro Aktie gelegen. Außerdem soll der Umsatz nach Angaben von Dell gleich bleiben oder um bis zu 5 Prozent geringer ausfallen.
Der aggressive Preiskrieg in der Computer-Branche drückte die durchschnittliche Gewinnmarge in den vergangenen drei Monaten von 18 auf nur noch 17,5 Prozent. Die Dell-Aktie tendierte im nachbörslichen Handel leichter.
Von Christian Tempich, New York