US-Ermittler: Auf der Spur der al-Qaida-Millionen - DER SPIEGEL
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US-Ermittler Auf der Spur der al-Qaida-Millionen

Rund 500.000 Dollar haben die al-Qaida-Terroristen für die Vorbereitung der Anschläge auf das World Trade Center ausgegeben. Die US-Ermittler kommen den Geldquellen immer näher.
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Hamburg - Insgesamt haben die US-Ermittler inzwischen mehr als 325.000 Dollar aufgespürt und zurückverfolgt, die den Attentätern bis zum 11. September zugeflossen sind. Wie die US-Zeitung "Washington Post" berichtet, stammt das Geld nach den Erkenntnissen der Ermittler aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen Staaten.

Obwohl die Grundzüge der Geldtransfers schon wenige Wochen nach den Terroranschlägen bekannt waren, dauerte es noch Monate, bis Details durch Auswertung von Kreditkartenabrechnungen, Auszahlungen an Automaten und andere Transaktionen im Umfeld der Flugzeugentführer bekannt waren. Unterstützt von Finanzanalysten konnten die Ermittler schließlich verschiedene Wege aufdecken, auf denen die Geldströme innerhalb des al-Qaida-Netzwerks flossen.

Da die Ergebnisse noch Hinweise auf eventuell geplante weitere Terroranschläge geben sollen, wollen die Ermittler sie in der Öffentlichkeit nicht detailliert schildern. Sie räumten aber ein, dass ihnen mehrere US-Großbanken bei den Ermittlungen behilflich seien, die sich nun auf internationale Geldströme, Spenden und Überweisungen des weltweit verzweigten al-Qaida-Netzwerks konzentrierten.

Die Ermittler interessieren sich auch stark für die finanzielle Unterstützung von Familienangehörigen der toten Flugzeugattentäter. Sie soll von al-Qaida nahe stehenden Wohltätigkeitsorganisationen stammen.

Zentrale Figur im Finanznetzwerk sei Mustafa Ahmed al-Hawsawi gewesen, der nach Auffassung vieler Ermittler Finanzchef von al-Qaida ist. Al-Hawsawi, der zahlreiche Decknamen besitzen soll, habe sich vor den Anschlägen von 11. September im pakistanischen Karatschi aufgehalten und sei nach dem Attentat verschwunden. Er soll angeblich das meiste Geld für den Besuch der Flugschule, den Lebensunterhalt und die Flugtickets der Attentäter überwiesen haben.

Insgesamt seien inzwischen rund 33 Millionen Dollar auf Konten in den USA eingefroren worden. Eine ebenso große Summe wurde nach Angaben der US-Regierung auf Bankkonten in anderen Staaten sichergestellt, die mit den USA kooperieren.

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