US-Konjunktur: Arbeitslosenquote sinkt wieder - DER SPIEGEL
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US-Konjunktur Arbeitslosenquote sinkt wieder

Im Gegensatz zu Deutschland erholt sich der US-amerikanische Arbeitsmarkt wieder. Die Beschäftigtenzahl stieg überraschend stark an.
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Washington - Außerhalb der Landwirtschaft fanden 143.000 Menschen mehr eine Arbeit als im Dezember 2002, so die aktuellen Zahlen des US-Arbeitsministeriums. Dies ist der stärkste Anstieg seit November 2000.

Die US-Arbeitslosenquote ist im Januar damit stärker als erwartet gesunken. Die Quote betrug 5,7 Prozent nach 6,0 Prozent im Vormonat, teilte das US-Arbeitsministerium in Washington mit.

Volkswirte hatten mit einer nur minimal verbesserten Arbeitslosenquote und einem Beschäftigungszuwachs von lediglich 60.000 gerechnet. Im Dezember war die Zahl der Beschäftigten noch um 156.000 gesunken, nachdem in der Erstschätzung noch ein Rückgang von 101.000 ermittelt worden war.

Der Dax drehte nach Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten ins Plus, fiel aber nach Handelsbeginn in New York wieder um rund eineinhalb Prozent auf 2610 Punkte zurück. Der Dow Jones notierte gegen 16.30 Uhr um 0,4 Prozent unter Vortagesniveau bei 7915 Punkten.

"Der recht kräftige Beschäftigungsaufbau und der Rückgang der Arbeitslosenquote dürfte den Verbrauchern wieder Vertrauen geben", sagte DekaBank-Volkswirt Holger Bahr in einer ersten Reaktion. Die überraschend freundliche Arbeitsmarktentwicklung werde Konsum und Immobilienmarkt stabilisieren. Im Jahresdurchschnitt rechnet Bahr mit einem Wachstum des US-Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 1,8 Prozent nach 2,4 Prozent im Vorjahr. Voraussetzung für eine Erholung sei allerdings das Ausbleiben eines lang anhaltenden Irakkrieges.