US-Luftwaffe: Boeing legt Protest gegen EADS-Großauftrag ein - DER SPIEGEL
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US-Luftwaffe Boeing legt Protest gegen EADS-Großauftrag ein

US-Luftfahrtriese macht ernst: Boeing hat wie angekündigt formell gegen die Vergabe eines milliardenschweren Rüstungsauftrags an den europäischen Konkurrenten EADS protestiert. Jetzt entscheidet der Rechnungshof, ob es beim Auswahlverfahren Fehler gegeben hat.
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Washington - Die Entscheidung, ob es bei der Bewerbung von EADS zu Unregelmäßigkeiten kam, liegt nun beim Rechnungshof des Kongresses, der hundert Tage Zeit hat, den Vorwürfen von Boeing nachzugehen. Der fehlerhafte Auswahlprozess und die Unregelmäßigkeiten hätten dazugeführt, dass das falsche Flugzeug für die Kampfflugzeuge ausgewählt worden sei, erklärte Boeing.

Das US-Verteidigungsministerium hatte EADS und seinem amerikanischen Partner Northrop Grumman überraschend den Zuschlag für die Lieferung von 179 Tankflugzeugen erteilt. Es handelt sich um einen der bislang größten Aufträge der Luftwaffe mit einem Volumen von 35 Milliarden Dollar (knapp 23 Milliarden Euro) und der Aussicht auf mögliche Folgeaufträge. Boeing hatte seit fast 50 Jahren ein Monopol auf die Ausrüstung der US-Streitkräfte.

Northrop Grumman seinerseits verstärkte die Werbung für den Vertrag damit, dass auf die Zahl der Arbeitsplätze hingewiesen wurde, die in den USA neu entstehen oder gesichert werden. Nachdem ursprünglich von 25.000 Arbeitsplätzen die Rede war, erklärte Northrop Grumman gestern, es seien sogar 45.000 neue Arbeitsplätze in 49 Staaten die direkt oder indirekt durch den Vertrag geschaffen würden.

Auch die US-Luftwaffe verteidigte ihre Entscheidung für EADS. Der amerikanische Steuerzahler bekomme dadurch den besten Gegenwert für sein Geld, hieß es.

sto/AP