US-Markt Das 100-Milliarden-Dollar-Angebot
New York - Die Telekom habe den Aktionären von US West einen Kaufpreis von 69 Dollar pro Aktie zuzüglich einer Prämie von etwa 30 Prozent geboten, schreibt das "Wall Street Journal". Damit würde sich das Angebot auf etwa 90 Dollar pro Aktie belaufen. Das entspräche in etwa der Summe, die US West von Qwest erhalten würde, wenn der Zusammenschluss zwischen beiden Telekom-Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt zu Stande käme.
Den Aktionären von Qwest soll die Telekom andererseits eine Prämie von etwa 50 Prozent geboten haben, womit sich der Kaufpreis auf mehr als 60 Milliarden Dollar belaufen würde. Falls US West das Telekom-Angebot ablehne, muss sich Qwest entscheiden, heißt es im "Wall Street Journal". Entweder sie vollziehe bis Ende 2000 die vereinbarte Fusion mit US West oder sie zögere den Zusammenschluss hinaus und könne sich im kommenden Jahr neu orientieren, denn dann erlischt die Vereinbarung zwischen Qwest und US West. In der angepeilelten Fusionsvereinbarung der beiden US-Telefongesellschaften ist vorgeschrieben, dass eine umfassende Kooperation mit Dritten der gegenseitigen Zustimmung bedarf.
Doch selbst wenn US West sich für das Angebot der Bonner entscheidet, ist der Fusionspoker noch lange nicht zu Ende. Die amerikanischen Kartellbehörden müssen den Zusammenschluss noch genehmigen. Deutsche Telekom und US West hätten keine Stellung zu dem Bericht genommen, so die Zeitung. Qwest habe jedoch verlauten lassen, dass die Gespräche fortgesetzt würden.