US-Markt: Deutsche Autobauer steigern Absatz - DER SPIEGEL
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US-Markt Deutsche Autobauer steigern Absatz

Die meisten deutschen Autokonzerne haben im Dezember ihren Absatz auf dem weltweit wichtigsten Automarkt USA gesteigert. Während BMW einen Rekordabsatz erzielte und auch die DaimlerChrysler-Marken teils deutlich zulegen konnten, musste Porsche einen Einbruch um rund ein Fünftel verkraften.
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Detroit - Die Hersteller legten ihre Verkaufszahlen am Freitag im Vorfeld der Detroiter Automobilausstellung vor. Die weltweit größte Auto-Show beginnt am Sonntag und viele Hersteller nutzen sie als Plattform für neue Konzepte und Modelle.

Die BMW-Gruppe verkaufte im nach Unternehmensangaben besten Jahr mit einem Rekordabsatz von 26.252 Fahrzeugen im Dezember 43 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im Gesamtjahr rollten sogar 256.622 BMW-Autos oder ein Fünftel mehr als 2001 aus den Verkaufsräumen. Großen Anteil habe dabei der starke US-Start des Mini gehabt, der seit seinem ersten Verkaufstag in den USA am 22. März fast 25.000 Mal verkauft worden sei. Auch die Siebener Serie trug dazu bei. "Das war das bisher beste Jahr für den 7er-Vertrieb, da die Kunden auf das vollständig neue Modell reagiert haben, das im Januar auf den Markt kam", sagte Ed Robinson von BMW of North America.

Bei Chrysler legte der Absatz im Dezember um knapp ein Prozent zu - bei einem Verkaufstag weniger als im Vorjahr - auf 172.494 Einheiten. Im Gesamtjahr brachte die US-Sparte des Stuttgarter DaimlerChrysler-Konzerns aber mit 2,21 Millionen Autos etwa drei Prozent weniger an den Kunden. Die Geländewagenmarke Jeep bei Chrysler zeigte sich indes auf Wachstumskurs. Mit einem Dezember-Plus von 22 Prozent schloss Jeep das Jahr mit einem Plus von einem Prozent ab. "Der anhaltende Erfolg der Jeep Fahrzeuge unterstreicht den guten Ruf und die Marktführerschaft in diesem Segment", sagte Vertriebschef Gary Dilts.

Mercedes legte im Dezember um gut ein Zehntel zu auf 21.288 Fahrzeuge und erreichte im Gesamtjahr ein Wachstum um 3,2 Prozent auf 213.225 Fahrzeuge.

Porsche und VW mit Rückgängen

Der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche setzte im Dezember jedoch mit 1387 Fahrzeugen in Nordamerika 22 Prozent weniger ab als ein Jahr zuvor. Im Gesamtjahr 2002 sei der Absatz in den USA und Kanada um sieben Prozent auf 22.511 Stück der Modelle 911 und Boxster gesunken, teilte Porsche in Stuttgart mit. Mit Blick auf die Markteinführung der dritten Modellreihe Cayenne am 15. März sei die Sportwagenschmiede aber für 2003 zuversichtlich.

Auch im Volkswagen-Konzern konnte die positive Entwicklung bei Audi die gesunkenen US-Verkaufszahlen bei der Marke VW nicht aufholen. Das Unternehmen setzte im Dezember in den USA mit 25.865 Fahrzeugen gut fünf Prozent weniger Autos der Marke VW ab. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern noch 28.363 Autos abgesetzt. Im Gesamtjahr sank der Absatz um 4,9 Prozent auf 338.125 Einheiten. Die Konzerntochter Audi indes konnte den Angaben zufolge ihren Absatz um 19,3 Prozent auf 8282 Fahrzeuge steigern. Die Ingolstädter legten in den USA auch 2002 um 2,9 Prozent auf verkaufte 85.726 Einheiten zu.